Andalusien

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    Naturparadiese in Spanien 

    …davon gibt es viele sehr beeindruckende und einige habe ich schon bereist. Obwohl Spaniens Festland allein schon die vielleicht facettenreichste Landschaft zumindest Mittel-und Westeuropas bietet – außer tropischem Regenwald und polaren Landschaften eigentlich alles, inklusive faszinierender Wüstenlandschaften! – ist dies in Deutschland kaum bekannt. Nicht wenige sehen in dem faszinierend schönen Land wenig mehr als einen Badestrand und vermuten im Landesinnern nichts als öde sonnenverbrannte Ebenen. Ich finde das traurig und auch oft ärgerlich. Die Medien wiederum tun vielfach so, als gäbe es schöne Natur Spaniens nur auf den Inseln! Mir ist dieser ignorante Umgang mit Spanien unverständlich. Ich komme grade zurück aus einer sehr schönen Naturregion mit vielen interessanten Wandermöglichkeiten, die hier noch nicht erwähnt wurde, soweit ich sehe: Spaniens größter Naturpark, der „Parque Natural de Cazorla, Segura y las Villas“ in Ost-Andalusien, der Region Jaén. Das Gebiet ist sehr ausgedehnt, hat karstige Felsen-Berge bis zu knapp 2.000 m , auf denen im Winter sogar Schnee liegt, hohe, üppige mediterrane Bewaldung und, sonst weniger typisch für Andalusien, reichlich Wasser. Dort entspringt der Guadalquivir und erzeugt als Bach lauter wunderschöne Naturbecken, in denen man vielfach baden kann, auch Wasserfälle und imposante Schluchten. Auch ist viel Wild zu beobachten.Im Innern ist ein großer Stausee. Es gibt ein gutes Wegenetz mit Rundwegen – Senderos – verschiedenen Schwierigkeitsgrades, auch von der EU gefördert. Ein guter Ausgangspunkt ist das zauberhafte weiße Städtchen Cazorla. Wandern geht am besten im Frühling oder ab Oktober. Im September ist es vorher eigentlich noch zu heiß. Ich habe diesen Fleck Erde sehr genossen. Andere wenig bekannte schöne spanische Landschaften sind z.B. in Katalonien/Aragón die Matarannya, auch schon mal spanische Toscana genannt (nur viel unbekannter) mit der unwirklich engen Schlucht von Beceite, die Wege an den Canones do Sil (an den galizischen Fjorden) , der Wald von Irati in Navarra, einer der größten Buchenwälder Europas – und ebenfalls in Navarra, der größte Kontrast ,der sich denken lässt: die faszinierend bizarr geformte Halbwüste Bardenas Reales, in der man sich wie in Afrika oder den südwestlichen USA fühlt. Des weiteren in Katalonien, die Serra de Montseny, zu der soweit ich weiß, auch der grandiose Stausee von Sau gehört, der mit seinen hohen Buntsandsteinfelsen an Arizona erinnert. Auch im Vorpyrenäengebiet der Serra Montsec (bei Camarasa z.B.) habe ich bei Wanderungen spektakuläre Ausblicke genossen. Dann gibt es das noch junge, aber z.Zt. inaktive Vulkangebiet La Garrotxa in Katalonien,etwa gleichen Alters wie die Vulkaneifel -und ganz ähnlich sieht es da auch aus.

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