Beckingen

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    Landschaft, Geschichte, besondere Orte – das sind die Schlagworte, mit denen die Gemeinde Beckingen seit einigen Jahren auf sich aufmerksam machen will. Ausgedehnte Wälder und zum Teil unberührte Natur prägen die Landschaft der Gemeinde in nicht unerheblichem Maß.

    Die schöne Landschaft erlebt man am besten dann, wenn man die beiden neuen Wanderwege der Gemeinde erwandert und den Saar-Lückner-Rundradweg mit dem Fahrrad fährt. Der Panorama-Höhenweg, der von Saarfels bis Hargarten führt, bietet auf seiner Wegstrecke herrliche Aussichten und steht für einen Naturgenuss der besonderen Art.

    Los geht es mitten im Naturschutzgebiet „Wolferskopf“ mit seiner einzigartigen Flora und Fauna. 450 verschiedene Pflanzenarten, darunter 30 Orchideenarten, lassen das Herz jedes Naturfreundes dort höher schlagen.

    Auch Geschichte schreibt der Wolferskopf, denn einige der ursprünglich 137 historischen Grenzsteine, mit denen die kurtrierisch-französische Grenze 1779 ausgesteint wurde, sind hier noch zu finden.

    Doch auch in den Ortschaften selbst gibt es einiges zu bestaunen. Bereits im Mittelalter war der Kernort Beckingen Sitz einer Kommende des Deutschherrenordens, wovon heute noch die 1634 erbaute Marzelluskapelle oder das Zehntentor Zeugnis geben.

    In Haustadt sind neben der schönen Pfarrkirche mit ihren Zwiebeltürmen vor allem die Sandsteingewände vieler Häuser sehenswert. Die heute noch vorhandenen 100 Felsenkeller von Honzrath am Fuß des Kappberges sind in ihrer Form und vor allem von ihrer Zahl her wohl einmalig.

    Mit der Luziakapelle besitzt Erbringen ein weithin sichtbares Wahrzeichen und Kleinod. In Hargarten hat man einen alten Kalkofen und eine Feldschmiede liebevoll restauriert. Einen kleinen Abstecher und Besuch wert ist in Reimsbach mit Sicherheit die von Wilhelm Hector erbaute neugotische Pfarrkirche mit ihrem von dem Bildhauer Hans Steinlein aus Eltville im Rheingau geschaffenen Flügelaltar, aber auch der gepflegte Ehrenfriedhof. In Oppen beginnt mit dem Lückner ein großes Waldgebiet, das ebenfalls zum Wandern und Natur erleben einlädt. In Düppenweiler ist der sanierte Ortskern und auch die im Inneren originalgetreu in neugotischem Stil restaurierte Pfarrkirche sehenswert.

    Das Historische Kupferbergwerk Düppenweiler am Fuß des Litermont stellt eine ganz besondere touristische Attraktion dar. Mit der audiovisuellen Führungsanlage „Mystallica“ ist es das einzige Bergwerk im Südwesten, das sich seinen Besuchern bei einer Untertageführung mit einer Multimediashow präsentiert. Am Kupferbergwerk beginnt mit dem Litermont-Sagenweg auch der neue Premiumwanderweg der Gemeinde Beckingen, eine weitere Gelegenheit, die beeindruckende Landschaft kennen zu lernen. Sagenhaft, magisch, mythisch und irgendwie ein bisschen verwunschen stellt sich dieser Weg dem Wanderer dar. Durch dichten, unheimlichen Wald, entlang sagenhafter Stätten und herrlicher Aussichtspunkte, führt die Tag füllende Wanderung durch abwechslungsreiche Landschaft, Wald, Felder und Wiesen, aber auch über Viehkoppeln, Stege sowie durch tiefe Schluchten. Die entlang des Weges aufgestellten Infotafeln mit Sagen rund um den Litermont sowie Informationen über historische und geologische Besonderheiten sind Teil eines Konzeptes, das man als inszenierte Kulturgeschichte bezeichnen kann.

    Unbedingt Erwähnung finden muss natürlich auch das besondere Highlight der Gemeinde in kultureller Hinsicht – das Konzertevent „Blech im Bruch“ im Steinbruch Arweiler in Reimsbach, das an einem Samstagabend im Juli stattfindet und die größte Open-Air-Veranstaltung in der Gemeinde darstellt.

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