Belgische Nordseeküste

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    Die belgische Nordseeküste umfasst die Urlaubsorte: Blankenberge, Bredene, De Haan, De Panne, Knokke-Heist, Koksijde, Middelkerke und Westende, Nieuwpoort, Oostduinkerke, Oostende, Zeebrügge

    Blankenberge

    Eine Brücke aufs Meer, Der Pier, eine Art Seebrücke, führt vom breiten Sandstrand von Blankenberge fast 350 m hinaus aufs Meer. Das Ende dieser Flanierbrücke bildet die Rotunde, ein runder Pavillon mit Restaurant und herrlicher Sonnenterrasse. Näher kann man dem Meer nicht sein. Von hier sieht man den drei Kilometer langen feinen Sandstrand mit liebevoll bemalten Badekarren aus der Jahrhundertwende. Ein weiteres Relikt aus der Belle Epoque ist der schmiedeeiserne „Paravang“, ein windgeschützter Wandelgang. Der Windschutz mit farbig glasierten Dachziegeln, Muschelmotiven und neogotische Türmchen ermöglichte den feinen Damen und Herren, frische Seeluft bei jedem Wetter genießen zu können.

    Heute ist die Strandpromenade mit ihren Restaurants und Cafés das pulsierende Zentrum des Badeortes. Vom Glanz der Belle Epoque, als sich dort prachtvolle Villen aneinanderreihten, ist wenig übriggeblieben. Blankenberge ist vor allem ein modernes und beliebtes Familienbad mit allerlei Attraktionen für Kinder, von Kindcity bis zum lustigen Velodrom. Viele Restaurants haben sich mit ihren Menüs auf die kleinen Gäste eingestellt und haben einen Spielplatz zum Toben.

    Bredene -Naturbelassenes Seebad

    Küste, Strand und Dünen bilden bei Bredene eine harmonische Einheit. Die naturbelassene, rund 4 km lange und bis zu 350 m breite Dünenkette ist der natürliche Schutzwall für das dahinter und unter dem Meeresspiegel liegende Land. Das Seebad ist bekannt für seine Spiel-, Wander- und Sportmöglichkeiten, sowie als Eldorado für FKK- und Naturliebhaber. Seinen Besuchern bietet Bredene 30 Campingplätze, zahlreiche familienfreundliche Feriendörfer und nette Pensionen. Alle Unterkünfte werden regelmäßig kontrolliert und je nach Komfort bewertet und eingestuft. Die Strände sind kinderfreundlich flach und nahezu unberührt.

    Fünf ausgeschilderte Wanderwege führen durch Dünen und Polderlandschaft. Auf der Hoevenroute, 22 km lang, kommt der Radler an den schönsten Bauernhöfen vorbei. Der Strand lädt ein zum Surfen, Segeln und Fischen. Vom Wasserturm mit seinen 137 Stufen hat man einen traumhaften Panoramablick – bei guter Sicht sieht man sogar die Türme von Brügge. Im alten Dorfkern steht die St. Rikierskerk mit einer Kanzel aus dem Jahr 1717.

    De Haan Mit der Tram in das nostalgische Seebad

    Schon bei der Ankunft mit der Küstenstraßenbahn an der historischen Tramstation aus Holz ergreift den Besucher ein nostalgisches Gefühl, das vergleichbar ist mit dem Betrachten alter Fotoalben unserer Großeltern. Es ist ein Gefühl, das an die Zeit der Jahrhundertwende erinnert, als die Bürger das Meer und die Sommerfrische für sich entdeckten und die Sommerferien herbeisehnten.

    De Haan ist ein authentisches und malerisches Seebad mit vielen Gärten und weißen Villen im normannischen Cottage-Stil. Am Zeedijk, der beliebten Strandpromenade mit Terrassen und Restaurants, ist das Seebad gesellig und quirlig. Das nostalgische Flair entfaltet sich in den gewundenen Alleen zwischen den Dünen, wo die Gärten und Villen aus der Belle Epoque zu einer ruhigen Parklandschaft verschmelzen. Diesen Charme entdeckt man am besten zu Fuß oder wie die Flamen mit dem für die Nordseeküste typischen Tretwagen. Zwischen De Haan und dem kleinen Badeort Wenduine erstreckt sich ein zwölf Kilometer langer feiner Sandstrand. Dahinter liegt eine einzigartige 157 Hektar weite bewaldete Dünenlandschaft mit vielen Wanderwegen.

    De Panne Von Strandseglern und Wüstenentdeckern

    Unter den flämischen Küstenorten ist De Panne gleichermaßen der westlichste wie auch der südlichste und liegt somit nur wenige Kilometer von der französischen Küste entfernt. Bekannt ist De Panne vor allem wegen der weitläufigen Dünenreservate, dem breitesten Strand an der flämischen Küste und der stets geselligen Betriebsamkeit im Ort. Außerdem ist De Panne der Geburtsort des Strandsegelns.

    Nicht nur im Sommer schätzen viele Urlauber das abwechslungsreiche Angebot von ausgedehnten Spaziergängen in der Natur, Sonnenbaden am Strand und vielen Sportmöglichkeiten für Jung und Alt. Nicht weniger als 1000 Hotelbetten (in allen Kategorien), 5000 Appartements, fünf Campingplätze und zwei Feriendörfer sorgen dafür, dass jeder Gast die von ihm bevorzugte Unterkunft findet.

    Das Strandsegeln, bei dem die Profis am bis zu 400 Meter breiten Strand Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern erreichen, können Sie in der Strandsegelschule in De Panne selbst ausprobieren. Wenn Sie es lieber etwas ruhiger angehen lassen möchten, können Sie in die „Flämische Sahara“ abtauchen, wie das größte zusammenhängende Dünengebiet an der belgischen Küste oft genannt wird. Insgesamt ist De Panne umgeben von vier Naturschutzgebieten, von denen das Reservat De Westhoek rund 340 Hektar umfasst und bereits 1957 gegründet wurde.

    Knokke-Heist – Seebad mit exquisitem Charme

    Knokke-Heist ist mit seinen Villen, schicken Geschäften und exklusiven Restaurants der mondänste Badeort an der flämischen Küste. Hier können Sie nach Herzenslust das gute Leben genießen. Das Seebad bietet alles, was zu einem entspannten Urlaub auf hohem Niveau dazugehört. Eine Besonderheit von Knokke sind die rund fünfzig Galerien, in denen Sie ausgiebig stöbern und natürlich auch kaufen können.

    Ein Spaziergang vom Zentrum entlang des Seedeichs oder der Küstenstraße führt Sie automatisch in das Villenviertel Het Zoute, wo die weißen Landhäuser einen stilvollen Kontrast zum Grün der geschmackvoll angelegten Gärten bilden. Prunkstücke dieses einzigartigen Villenviertels sind der Golfplatz mit zweimal 18 Löchern sowie der „Vlindertuin“ (Schmetterlingsgarten), ein 425 m² großes Treibhaus, in dem Sie inmitten einer tropischen Flora gut und gern 35 Schmetterlingsarten bewundern können.

    Das ganze Jahr hindurch können Sie eine Vielzahl von Veranstaltungen besuchen: Vom Cartoonfestival über die Antiquitätenmesse „Art Nocturne“ bis zum gratis Rock- und Popfestival „Kneistival“. Jedes Jahr im August geben sich Feuerwerk-Künstler aus der ganzen Welt die Ehre beim Feuerwerkfestival am Strand.

    Koksijde – Natur und Kultur von ihrer schönsten Seite

    Koksijde, die Blumenstadt am Meer, ist mit ihren ausgedehnten Naturgebieten ein wahres Paradies für Wanderer. Der Badeort selbst bietet seinen Besuchern eine moderne Infrastruktur und viele gemütliche Terrassen, auf denen die für Flandern so berühmten gastronomischen Köstlichkeiten genossen werden können. Der Strand ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Sonnenanbeter, sondern bietet auch den sportlich ambitionierten Feriengästen ein vielseitiges Angebot. Das im Zentrum gelegene ehemalige Casino beherbergt heute das Kunst- und Kulturzentrum Koksijdes und bietet ein abwechslungsreiches Programm.

    Sowieso werden Kunst und Kultur hier groß geschrieben. So verwundert es nicht, dass ausgerechnet der berühmte Maler Paul Delvaux sich im nahegelegenen St. Idesbald, der Villengegend von Koksijde, niedergelassen hat. Noch heute sind hier im Delvaux-Museum eine große Anzahl seiner Bilder zu bewundern und der Besucher bekommt einen interessanten Einblick in das Leben des Künstlers. Einen weiteren kulturellen Highlight stellt das Abteimuseum Ter Duinen (1138) dar. Im Mittelalter galt diese Abtei als eine der einflussreichsten religiösen Einrichtungen Flanderns, wovon noch heute die eindrucksvollen Ruinen zeugen. Das Besucherzentrum behandelt die Vergangheit des Ordens der Citeaux in Flandern und den Niederlanden.

    Middelkerke und Westende – Strand, so weit das Auge reicht

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