Naturpark Südheide, Kreis Celle

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    Naturpark Südheide

    Der Naturpark Südheide liegt vollständig im Landkreis Celle.

    Er umfasst ein ca. 500 km² großes Gebiet und nimmt damit rund 1/3 der Kreisfläche ein. Er erstreckt sich von dem Fluss örtze im Westen bis zur Ostgrenze des Kreises bis fast vor die Tore der Stadt Celle.

    Die Landschaft ist sehr vielseitig und besteht zu 65% aus Wald. Moore, Heideflächen, Pferdekoppeln, Wälder und Heidebäche machen den besonderen Reiz des Naturparks aus. Abwechslung für Ihren Aktivurlaub ist hier gegeben.

    Nur wenige Straßen und Schienen durchziehen den Naturpark, deshalb finden Besucher hier noch ruhige und nahezu unzersiedelte Landschaftsräume. Diese Ruhe und Abgeschiedenheit begünstigt das Vorkommen seltener Tierarten wie Kraniche, Fischotter, Seeadler und Schwarzstörche, die besonders empfindlich auf Störungen reagieren. Gleichzeitig bietet der Naturpark Erholungssuchenden eine ideale Kulisse für stundenlange entspannte Wanderungen und Fahrradtouren.

    Die örtze Ein echter Heidefluss

    Dass die örtze „der Heide echtester Fluss“ ist, stellte schon der berühmte Heidedichter Hermann Löns fest …

    Das Quellgebiet der örtze liegt auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Munster Nord. Sie fließt in südlicher Richtung durch Munster, über den Truppenübungsplatz Munster Süd weiter nach Müden (örtze). Ab Müden kann sie unter Beachtung der Befahrensverordnung mit Kanu oder Kajak befahren werden. Hier mündet auch ihr größter Nebenfluss, die Wietze, in die örtze.

    In Richtung Süden fließt die örtze weiter durch Hermannsburg, Oldendorf, Eversen und Wolthausen und mündet schließlich bei Winsen in die Aller.

    Als ursprüngliches Urstromtal am Ende der Eiszeit bietet das örtzetal heute zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. In den Flusslauf wurde nur wenig eingegriffen und so zeigt er auch heute noch einen typischen mäandrierenden Verlauf mit abwechslungsreichen Strukturen. Sogenannte Prall- und Gleithänge, Steilufer, Vertiefungen, Kies- und Sandbänke wechseln einander ab.

    Die relativ dünne Besiedlung des örtzetals, die angrenzenden Wiesen und weitläufigen Wälder in der Umgebung sind die Vorraussetzung für das Vorkommen von verschiedenen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Hier finden Fischotter, Eisvogel und Schwarzstorch ihren Lebensraum.

    Die örtze ist Bestandteil des europäischen Naturschutznetzes „Natura 2000“, das nach der „Flora-Fauna-Habitat“ – Richtlinie unter besonderen Schutz gestellt ist.

    Beliebte Wander- und Fahrradwege führen im örtzetal entlang. Kleine Holzbrücken, die den Fluss queren, geben interessante Blicke auf die idyllische Landschaft frei und laden zu Naturbeobachtungen ein.

    Zwischen Poitzen, Müden und Hermannsburg wurde entlang der örtze der Fluss-Wald-Erlebnispfad eingerichtet, auf dem es für kleine und große Naturfreunde viel zu entdecken gibt.

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