Schönau

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    Das „weltliche“ Leben in Schönau nahm seinen Anfang, als Kurfürst Friedrich III. (der Fromme) rund 35 wallonische Familien in den leerstehenden Klostergebäuden einsiedelte und diese – Handwerker, Tuchmacher und Schönfärber – die Stadt zu einem wichtigen Gewerbestandort bis in die heutige Zeit prägten.

    Auf Ihrem Weg durch den historischen Stadtkern gelangen Sie zur schön restaurierten Hühnerfautei. Das Haus, erbaut 1250/51 als Zisterzienserkloster „in der schönen Au“, gilt als das besterhaltene Profangebäude des Hochmittelalter Deutschlands! Das ehemalige Kloster wurde 1142 von Bischoff Buggo II. von Worms gegründet und bestand bis zur Reformationszeit (1560). übrigens war die Größe schlichtweg gewaltig: Allein die Klosterkirche war 84 m lang und im Querschnitt 32 m – das ist um die Hälfte größer als das bekannte und heute noch erhaltene Kloster Maulbronn! Der Name bringt übrigens die Tätigkeit des Zinsmeisters mit dem Haus in Verbindung: Bei dem auch mit dem Namen Hühnerfaut (Vogt) tätigen Beamten mussten einst Steuerleistungen in Naturalien oder Geld abgegolten werden.

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