Wadern

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    Dort, wo das Saarland eine breite grüne Brücke ins benachbarte Rheinland-Pfalz schlägt, liegt auf einer Höhe zwischen 250 und 600 Metern über dem Meeresspiegel die Stadt Wadern. Die Stadt am Fuße des Schwarzwälder Hochwaldes bindet sich harmonisch in die reizvolle Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück ein.

    Erste Siedlungsspuren finden sich in der Stadt Wadern schon vor der Keltenzeit. Im Mittelalter gehörten Teile des Stadtgebietes zum Kurfürstentum Trier, zum Herzogtum Lothringen und zur reichsfreien Herrschaft Dagstuhl. Bereits ab dieser Zeit bildete sich in Wadern ein Verwaltungszentrum mit dem Sitz verschiedener Behörden. Ein 1765 von Graf Joseph Anton von öttingen-Sötern übertragenes Marktrecht, das bis heute Bestand hat, gab Aufschwung für Handel und Gewerbe. Heute erfüllt die Stadt, die seit 1978 die Stadtrechte besitzt, mit ihrem umfassenden Dienstleistungsangebot die Funktion eines Mittelzentrums.

    Wadern ist Einkaufs-, Schul-, Behörden- und Wirtschaftszentrum mit einem Einzugsgebiet von mehr als 30.000 Menschen und bietet fast 6.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Firmen wie Thyssen Krupp Drauz Nothelfer in Lockweiler, die SG Technologies GmbH (ehemals Saar-Gummiwerke) in Büschfeld oder das Internationale Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik (IBFI) auf Schloss Dagstuhl unterhalten weltweite Wirtschafts- und Forschungskontakte. Aber auch die Palette an klein- und mittelständischen Unternehmen, Einzelhändlern und Dienstleistern ist umfassend.

    Aber auch der Tourismus spielt eine zunehmende Rolle in der Stadt Wadern. Natur und das historische Erbe auf der einen Seite, das aktive kulturelle Leben und die besonderen Freizeiteinrichtungen auf der anderen Seite bieten eine Fülle von Möglichkeiten, sich den eigenen Charme des Hochwaldes zu erschließen. Wer es natürlich liebt, kann die Wälder, Täler oder die einzigartigen Naturschutzgebiete wie den Bardenbacher Fels oder den Noswendeler Bruch erkunden. Geschichts- und Kulturinteressierte sollten die Grafenschlösser, Schloß Münchweiler, die Burg Dagstuhl und das Heimatmuseum der Stadt im öttinger Schlösschen besuchen. Erholungssuchende und Aktivurlauber sollten wandernd oder per Rad einen Abstecher zum Noswendeler See, der Hochwaldalm in Wadrill, der Golfanlage Weiherhof in Nunkirchen oder zur Hochwaldreitschule in Buttnich unternehmen.

    Fläche: 111,17 qkm
    Einwohner: 17 129 (Stand: März 2006)

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