Nationalpark Peneda-Geres

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    Der 1971 gegründete Nationalpark Peneda-Geres, auch einfach Geres genannt, ist der älteste und einzige Nationalpark Portugals. Neben dem Nationalpark gibt es noch viele Naturparks, geschützte Landschaften und Reservate im ganzen Land.

    Der Park verteilt sich auf die Distrikte Viana do Castelo mit den Städten Melagco, Arcos de Valdevez, Ponte da Barca, dem Distrikt Braga und Vila Real.

    Der Nationalpark umschließt die Gebirge da Peneda und do Gerês, sowie die Serra do Soajo und da Amarela. Die höchsten Gipfel sind Peneda (1373 m), Nevosa (1545 m) und Altar dos Cabrões (1538 m) an der 80 km langen Grenze zu Spanien.

    Die große Anzahl von Bächen, Wasserfällen, Berg- und Stauseen macht den immergrünen Park zu den schönsten der iberischen Halbinsel.

    Folgende Flüsse durchkreuzen den Park: Cávado, Lima Homem, Rabagäo, Castro Laboreiiro und Arado.

    Die Durchschnittstemperatur beträgt 10 Grad, die durchschnittliche Regenmenge 2500 mm pro Jahr an mehr als 130 Regentagen. Im Winter fällt Schnee.

    In den Tälern gibt es üppige Vegetation und Wälder, insbesondere Eichenarten, Prunus, Stechpalmen, Eukalyptus, Maulbeer- und Erdbeerbäume, Edelkastanien und Birken, an den Flüssen Eiben und Sandbirken und die weltweit geschützten Baumarten Albergaria und Cabril. Auf der kargen Höhen wachsen Heidekraut, Stechginster, Ginster und Wacholder. Urwüchsige Arten von Liliengewächsen und Farnen sind zu finden.

    Die unübersichtliche, bergige Landschaft bietet ideale Lebensbedingungen für viele wilde Tiere: Wölfe, Rehe, Wildschwein, Wildkatzen, Füchse, Otter, Eichhörnchen und kleine Wildpferde. Vögel: Rotmilane, Mausebussard, Steinadler, Hühnerhabichte, Uhus, Falken Reptilien: Vipern, Nattern, Eidechsen. Amphibien: Molche, Salamander, Scheinbenzüngler.

    Zu erwähnen sind zudem die Garranos, eine Art kleiner Pferde. Sie leben meist in der Wildnis, sind aber, seit sie auch domestiziert werden, nicht menschenscheu.

    Viele Tierarten finden im Nationalpark Gerês ihre letzten Zufluchtsorte auf der gesamten Iberischen Halbinsel.

    Die ältesten Zeugen menschlicher Besiedlung sind die 5000 Jahre alten Dolmen bei Castro Laboreiro, Mourela, Mezio, Paradela, Cambeses, Pitões und Tourem und der Menhir von Ermida bei Ponte da Barca.

    Verschiedene Römerstraßen, u.a. die Roman Geira, durchqueren den Park. Eine der Straßen verband Astorga in Spanien mit Braccara Augusta. heute Braga in Portugal. Große Abschnitte am Rio Homem entlang sind immer noch gut erhalten.

    Touristisch erwähnenswert sind die Castros am Castro Laboreiro und Calcedónia, die Klöster in Pitões das Júnias, die Schreine in Senhora da Peneda, „Nossa Senhora da Abadia“ und São Bento da Porta Aberta und die kleinen Scheunen (Maisspeicher). Besuchenswert sind die Wasserfälle nahe der alten Grenzstation bei Portela do Homem.

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