Speyer

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    Die über 2000-jährige Dom- und Kaiserstadt war unter den Saliern Mittelpunkt des Reiches (50 Reichstage in der Stadt) und im 16. und 17. Jh. Sitz des Reichskammergerichts.

    Das wichtigste Baudenkmal ist sicherlich der Kaiserdom mit Kaiser-Krypta. Noch vor 1030 begann der erste salische Kaiser Konrad II. mit dem Bau des Domes in Speyer. Als wahrhaft kaiserlicher Bau überragte die Basilika Stadt und Land. Unter seiner Herrschaft dehnte sich die Stadt nach Westen und Norden aus. In einer Chronik, die in Südfrankreich von einem Engländer verfasst wurde, heißt es gar: „In der Pfingstwoche des Jahres 1125 starb Kaiser Heinrich V. Er wurde begraben zu Speyer, der Hauptstadt Deutschlands“.

    Doch mit dem Niedergang der Kaisermacht sank auch die Bedeutung der Stadt. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg musste sie auf Befehl König Ludwigs XIV. von Frankreich von der Bevölkerung geräumt werden. In der Pfingstwoche 1689 wurde sie niedergebrannt – vom Dom blieben lediglich der östliche Teil mit Krypta und Sakristei erhalten. Seit 1981 gehört der Dom zum Welterbe der UNESCO. Dem mächtigen Haus gegenüber liegt am Ende der Fußgängerzone das Stadttor ‚Altpörtel‘ (13. Jh.).

    Sehenswert das Judenbad (12. Jh.) und das Feuerbach- und Purrmann-Haus.

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