Tatra Nationalpark

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    Der 1949 gegründete Tatra Nationalpark ist der älteste der Slowakei.

    Er erstreckt sich in der nördlichen Mitte der Slowakei entlang des gleichnamigen Gebirges und umfasst dessen Untergliederungen Belaer Tatra, Westtatra und Hohe Tatra.

    Der Sitz der Nationalparkverwaltung befindet sich in Tatranska Strba.

    Zusammen mit dem Polnischen Tatra- Nationalpark ist der Nationalpark seit 1992 ein UNESCO-Biosphärenreservat.

    Durch den Park verlaufen zahlreiche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von etwa 600 km und 22 Radwanderwege.

    Der höchste Berg des Nationalparks ist die Gerlachovsky Stit, Gerlsdorfer Spitze, mit 2654, Meter, der zugleich höchster Berg der Slowakei und der gesamten Karpaten.

    Als Symbol des Nationalparks, das auch auf dem Logo der Verwaltung erscheint, gilt die Tatra-Gämse.

    Durch den Park verläuft die Wasserscheide zwischen zwei Meeren, wobei die Grenze zwischen den Gebieten in der Gegend des Ortes Strbske Pleso, am gleichnamigen See gelegen, verläuft. Westlich der Wasserscheide speisen die Bäche letztlich den Fluss Waag, der zum Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres zählt. östlich von Štrbské Pleso gehört das Gebiet zum Einzugsgebiet des Poprad, dessen Wasser über Dunajec und Weichsel in Richtung Ostsee fließt.

    Als Relikt der letzten Eiszeit befinden sich mehr als hundert Gletscherseen (die plesá, Sing. pleso genannt werden, abweichend vom normalen Begriff jazero für einen See) im Nationalpark. Der wohl bekannteste See ist der Tschirmer See, der größte ist der Velke Hincovo plesco.Bekannt sind auch die Tatra-Wasserfälle.

    Bis heute sind mehr als 300 Höhlen bekannt, jedoch nur eine ist den Besuchern zugänglich, die Belianska jaskyna, nahe der Stadt Belianska jaskyna. Die bisher längsten bekannten Höhlensysteme sind der Mesa?ný tie? (wörtlich: Mondschatten) mit mehr als 24 km und die Javorinka mit mehr als 9.300 m. Zugleich sind diese auch die tiefsten: in der Höhle Mesa?ný tie? erreicht die Höhendifferenz den Wert 451 m.

    Der höchste Berg im Gebiet des Nationalparks ist der Gerlchovsky Stit in der Hohen Tatra

    Der geologische Aufbau, Bodeneigenschaften und klimatische Verhältnisse tragen zur einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt bei.

    Etwa zwei Drittel des Parks sind bewaldet, zumeist mit Tannen und Fichten. Die Waldgrenze befindet sich zwischen 1550 und 1650 Meter. Oberhalb dieser Grenze wachsen nur vereinzelt Fichten und Lärchen.Stufenweise erreicht man nach der Krummholz-Stufe (Obergrenze 1800-1850 Meter) die subalpine und schließlich alpine Vegetationszone.

    Die Tierwelt wird von mehr als hundert Gattungen der Vögel, elf Gattungen der Fische sowie mehreren Gattungen von Reptilien, Lurche und Säugetiere gebildet. Daneben kann man auch eine unbestimmte Anzahl der Wirbellosen finden. Als die bekanntesten Tierarten der Tatra gelten Gämse, Murmeltiere und Adler.

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