Der Sturm auf den Monte Piana

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Die Rundwanderung startet am Dürrensee (Lago di Lando) und führt ansteigend auf den Westkamm des Monte Piana. Von da geht es großem Bogen nach Osten zurück zum Ausgangspunkt.

Der Monte Piana ist 2325 Meter hoch und liegt zwischen Rienztal und Val Popena im Bereich der Dolomitenstraße. Eine Engstelle gliedert das Hochplateau in einen Nord- und einen Südteil. Nur nach Süden hin fällt das Gelände etwas sanfter ab, die anderen drei Seiten sind schroff, steil und zerklüftet.

Bereits vor dem Krieg hatten die Italiener eine Zufahrtstraße gebaut, über welche sie bei Ausbruch des Krieges im Mai 1915 das Plateau besetzten.Die österreichisch-deutschen Streitkräfte, die im „Deutschen Alpenkorps“ unter Generalleutnant Konrad Krafft von Dellmensingen zusammen gefasst waren, schickten sich in der Nacht vom 6. auf den 7. Juni 1915 an, das Hochplateau einzunehmen. Ein bunt zusammen gewürfelter Haufen von Landesschützen, Festungsartilleristen und Landsturmmännern, unterstützt durch zivile Träger aus Ruthenien, insgesamt etwa 180 Mann unter drei Offizieren, machten sich in zwei Gruppen an die Ersteigung des Monte Piana an seiner steilen Flanke. Die eine Mannschaft startete in Schluderbach, die andere in Landro. Die vor dem Krieg auf dieser Seite bestehenden Steige hatte die kleine österreichische Besatzung bei ihrem Rückzug vor den Italienern abgerissen, die Reste waren eher hinderlich als nützlich.

Da die Italiener überrascht werden sollten, musste auf äußerste Ruhe beim Aufstieg geachtet werden. Dies, die Dunkelheit und das schwierige Gelände machten den Aufstieg mit Marschgepäck und Waffen zu einem waghalsigen Abenteuer. Dennoch gelang die überraschung, zumal die Italiener ihre Festung für uneinnehmbar gehalten hatten und auf die Bewachung wenig Wert gelegt hatten. Sie leisteten allerdings erbitterten Widerstand, angefeuert durch ihren heroischen Kommandanten. Als italienische Artillerie vom Paternsattel aus in die Kämpfe eingriff, kam der Angriff vorüber gehend zum Stehen. Allerdings wurde das Geschützfeuer von österreichischer Seite gut gezielt erwidert, was die Italiener schließlich zum Rückzug in Richtung Misurina zwang.

Zahlreiche Versuche der Italiener, den Monte Piana wieder zurück zu erobern, scheiterten unter großen Verlusten. Die strategisch wichtige Stellung blieb bis zum Kriegsende in österreichisch-ungarischer Hand.

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge 10,7 km
Dauer 3 Std.

 

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