Die Schlacht im Hürtgenwald – zweiter Akt: erste Szene

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6. Oktober -11. Oktober 1944

Am Freitag, dem 6. Oktober 1944 war es soweit. Das erste Zusammentreffen der Kriegsgegner Deutsche und Amerikaner war arrangiert. Nach einem vorbereitenden Bombardement der Osthänge des Tals der Weißen Wehe durch P 47 Jagdbomber und Artilleriebeschuss – drei Minuten Feuer, fünf Minuten Pause, zwei Minuten Feuer – sprangen die GIs auf – und liefen sofort in feindliches Feuer aus einem Bunker. Es war nicht etwa die Hauptkampflinie der Deutschen, auf die die Amerikaner treffen, sondern lediglich ein Vorposten, der sie aber beinahe eine ganze Woche am Osthang des Wehebachtals festnageln sollte. Es zeigt sich erstmals, dass die amerikanischen Kommandeure offenbar nicht in der Lage waren, von ihrer Vorwärts- und Durchbruchstrategie umzuschalten auf das, was ihre Truppen tatsächlich erwartete: erbitterter Kampf um jeden Meter in einem völlig unübersichtlichen Gelände. Und noch eine Schwäche wurde deutlich: die Amerikaner versäumten es während der gesamten Schlacht im Hürtgenwald, eine sorgfältige Aufklärung zu betreiben, was immer wieder dazu führte, dass die Truppen in unerwartete Situationen gerieten, auf die sie in keiner Weise vorbereitet waren.

Auch ein parallel ausgeführter Angriff Richtung Todtenbruch brachte keinen entscheidenden Geländegewinn, geschweige denn den Duchbruch. Insgesamt waren die eingesetzten Truppen in Anbetracht der Aufgabe völlig unterdimensioniert, was wohl wiederum dem übergroßen Optimismus der Kommandeure zu zu rechnen war, die glaubten, einer im Grunde geschlagenen Armee den Todesstoß versetzen zu können.

Die Kämpfe an beiden Abschnitten zogen sich ohne entscheidende Veränderungen bis zum 11. Oktober 1944 hin. Es gelingt den Amerikanern lediglich, im Wehebachtal Wege für den Panzereinsatz frei zu kämpfen. Auf der deutschen Seite wurde in der Zwischenzeit eine kampferprobte Einheit aufgestellt und heran geführt, die unter dem Namen „Regiment Wegelein“ in das Kampfgeschehen eingreifen sollte.

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge 9 km
Dauer 2,5 Std.

 

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