Die Südspitze von Sylt – Rund um die Hörnum-Odde

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Die Rundwanderung um die Hörnum-Odde ist großartig. Die Elemente des Lebens sind hier ganz nah. Die Sonne brennt, das Wasser und der Sand umspülen unsere Füße und der Wind rauscht um unsere Köpfe und bläst alle Gedanken hinaus. Wunderbar.

Der südlichste Ort von Sylt ist Hörnum. Von hier aus kann man eine kurze aber großartige Wanderung von 1-1,5h Dauer den Strand entlang einmal um die Südspitze machen.

Die Strände an der Ost- und Westseite des Ortes, sowie der Hafen und die Dünenlandschaft stellen das touristische Kapital des Ortes dar. Die Schutzstation Wattenmeer, die in Hörnum eine Niederlassung betreibt, organisiert Informationsveranstaltungen über das Wattenmeer und die Salzwiesen und sensibilisiert die Touristen für den Schutz dieser Landschaft.

Vom Hafen aus, der früher vor dem Bau des Bahndamms die Hauptverbindung per Fähre zum Festland war, kann man heute Rundfahrten per Schiff machen.

Wir parken am Hafen und beginnen unseren Spaziergang am Strand, den wir Richtung Leuchturm entlang laufen.

An der Strandbude am Südkap endet der befestigte Weg und wir laufen weiter, am besten Barfuß, durch den Sand. Schnell wird man hier ganz von selber still und taucht ein in die Natur die hier noch unberührt sein darf. Die Elemente des Lebens sind hier ganz nah. Die Sonne brennt, das Wasser und der Sand umspülen unsere Füße und der Wind rauscht um unsere Köpfe und bläst alle Gedanken hinaus. Wunderbar. Das ist das schönste Erlebnis, was man auf Sylt immer wieder erfahren kann.

Schon bald sind wir an der Südspitze von Sylt, die durch Erosion ständig schrumpft. Das kann man deutlich beobachten, denn das Meer zeigt hier meistens starke Strömungen und scheint geradezu an den Sandflächen und Klippen zu nagen und zu saugen. Nach dem Sturmtief Erwin im Winter/Frühjahr 2005 verlor die Hörnum-Odde alleine rund 20 m. Von hier bietet sich uns bei guter Sicht auch der Ausblick auf die südöstlich gelegenen Nachbarinseln Föhr und Amrum.

Nachdem wir die Spitze umrundet haben, laufen wir nun die Westküste entlang zurück nach Hörnum. Hier sind noch einige der großen Betonsteine zu sehen, die in den 1960er Jahren versuchsweise als Küstenschutz eingesetzt wurden. Diese so genannten Tetrapoden, die am Fuße der Dünen entlang verlegt wurden, sollten die Meeresgewalten stoppen. Die tonnenschweren vierfüßigen Betonelemente waren für den Sylter Strand jedoch zu schwer und konnten die Erosion ebenfalls nicht aufhalten. Fast alle wurden inzwischen wieder entfernt.

Hinter den Dünen tauchen nun wieder schnuckelige Reetdächer auf und wir biegen rechts in den Strandaufgang ein. Wir folgen dem Weg durch die Dünen-Häuschen. Dieser Teil von Hörnum sieht fast aus wie eine Märchenwelt.

Die Chronik von Hörnum geht übrigens mit zahlreichen Sagen einher. So ist immer wieder die Rede von Hexen, die auf Dünen tanzten, aber auch von Geistern ehemaliger Schiffbrüchiger, die von See- und Strandräubern erschlagen worden waren.

Wir laufen nun noch ein kurzes Stück durch einen kleinen Wald und dann sind wir wieder am Südkap wo wir z.B. ein leckeres Fischbrötchen essen können.

Text & Fotos: Jürgen Brocke,
Quelle der Daten/Ortsinformationen: Wikipedia

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Streckendaten
Schwierigkeit Einfach
Länge 5,6 km
Dauer 1,5 Std.

 

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