Grünes Band – Abschnitt 06: Zwischen Rote Warte und Mattierzoll

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Dieser Abschnitt des Grünen Bandes durchschneidet den Harz in Südnordrichtung. In dieser ohnehin sehr ursprünglichen Umgebung lässt sich die unberührte Flora und Fauna entlang des ehemaligen Grenzstreifens besonders eindrücklich genießen. Im übrigen ist Bad Sachsa ein beschaulicher Kurort am Südhang des Harzes,

Bad Sachsa scheint – ebenso wie die Namen der beiden am Harz beteiligten Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt – ein deutlicher Hinweis darauf, dass wir und hier im Reiche der frühen Sachsen befinden, nämlich derjenigen, die Karl der Große und seine Nachkommen mit dem Schwert zum Christentum zu bekehren sich genötigt sahen. Aber Pustkuchen: Die Erklärung scheint wesentlich komplizierter zu sein! Es wird angenommen, dass der Name sich aus dem germanischen „Sahs“ für Stein und „Aha“ für Gewässer zusammensetzt und deshalb in etwa Steinbach bedeutet. Jedenfalls ist Bad (seit 1905) Sachsa ein beschaulicher Kurort am Südharz, gut 300 m hoch gelegen.

Braunlage und St. Andreasberg stehen im Winter für Ski und Rodel, im Frühjahr, Sommer und Herbst für herrliche Wanderungen in der Mittelgebirgswelt. Wegen seiner Lage ist Andreasberg besonders gut geeignet für astronomische Beobachtungen, weswegen eine private Initiative 2008 die „Sternwarte Sankt Andreasberg“ begründet haben, die barrierefrei gestaltet werden soll.

Der Brocken, der bis zur Wende zur DDR gehörte, ist mit 1.141 m die höchste Erhebung Norddeutschlands. Bei guter Sicht bieten sich atemberaubende Fernblicke bis zum Rothaargebirge, der Rhön oder dem Thüringer Wald. Der Brocken hat seinen festen Platz in der Mythologie und in den Märchen: Hier, auf dem „Blocksberg“ treffen sich in der Walpurgisnacht die Hexen von überall her. Wem der Aufstieg zu Fuß zu mühsam ist, der kann die schmalspurige Brockenbahn benutzen.

Wernigerode, die „Bunte Stadt am Harz“ (Hermann Löns), hat im 16. Jahrhundert dazu beigetragen, dass die „Hexenplage“ des Brocken nicht überhand nahm: Ca. 20 Menschen wurden auf den Scheiterhaufen geschickt, u. a. Mette Fliß im Jahr 1583 und Katharina Bernburg 1597. Zum Glück ist diese Praxis längst beendet, und auch Frauen können sich heutzutage unbefangen und unbehelligt in dem reizenden Städtchen aufhalten.

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge keine Angabe
Dauer keine Angabe

 

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