Jakobsweg Frankreich: Nevers – Saint Pierre le Moutier

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Nevers [nəˈvɛʀ] ist eine Stadt in Zentralfrankreich. Nevers ist die Präfektur (Verwaltungssitz) des Département Nièvre, der früheren Provinz und heutigen Region Burgund.

Nevers liegt in einer hügeligen Gegend am Ufer der Loire, am Zusammenfluss mit dem Nièvre; etwa 260 Kilometer südlich von Paris.
Der Name der Stadt zu gallorömischen Zeiten war Noviodunum, später wurde er in Nebirnum geändert. Mit zahlreichen archäologischen Funden lässt sich die Wichtigkeit der Siedlung schon zu damaligen Zeiten belegen. Lange war man der Ansicht, dass Gaius Julius Caesar hier 52 v. Chr. ein Nachschublager errichten ließ, bevor er sich nach Gergovia aufmachte. Das Lager, das mittlerweile eher im heutigen Diou vermutet wird, beherbergte alles, was Caesar nicht für die Schlacht brauchte: Getreide, Militärsold, Ersatzpferde und Geiseln. Durch eine Revolte der Aeduern im selben Jahr wurde das Lager erobert.

Im Frühmittelalter, im ausgehenden fünften Jahrhundert, wurde Nevers Bischofssitz, z.B. des legendären Deodatus. Erst mit dem 10. Jahrhundert wird ein weltliches Lehen nachgewiesen. Die Stadtbürger Nevers‘ erhielten urkundlich verbriefte Rechte in den Jahren 1194 und 1231 zugesprochen. Noch im 14. Jahrhundert war hier der Sitz einer Universität, die von Orléans hierher, später aber wieder zurück verlegt wurde.

Sehenswertes
Porte du Croux, mit Barbacane

Altstadt: Enge Gässchen, die sich von den Kais durch die Stadt winden, werden von zahlreichen alten Bürgerhäusern des 14. bis 17. Jahrhunderts umgeben.

Tour Goguin: Am Ufer der Loire steht der ehemalige Eckturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung, genannt Goguin Turm (‚Tour Goguin‘). Er wurde im 12. Jahrhundert errichtet und später zur Windmühle umgebaut.

Porte du Croux: Die Porte du Croux, ein quadratischer Turm mit Ecktürmchen aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert, ist ein Relikt der alten Befestigungsanlagen und war einst der Haupteingang aus Richtung Paris in die Stadt. Heute enthält das in ihm befindliche Museum für Archäologie des Nivernais eine Skulpturen- und (römische) Antikensammlung.

Palais Ducal

„Palais Ducal“: Der Herzogspalast von Nevers wurde im 15. und 16. Jahrhundert errichtet und ist einer der bedeutendsten Feudalbauten in Zentralfrankreich. Herzog (frz. Duc) Jean de Clamency veranlasste den Bau 1460. Jede Fassade wird mit einem kleinen Zinnengang und einem Rundturm flankiert. Heute wird der Palast für Empfänge genutzt und beherbergt verschiedene Abteilungen der Stadtverwaltung, beispielsweise das Fremdenverkehrsamt.

St-étienne, Chorhaupt
Kathedrale von Nevers, romanischer Westchor
Nevers Tour Goguin

„Porte de Paris“ Triumphbogen: Der Triumphbogen aus dem 18. Jahrhundert erinnert an den Sieg im Erbfolgekrieg in der Schlacht von Fontenoy. Im Innern befinden sich ein Hymnus von Voltaire an den damaligen König Ludwig XV und die Baudaten.

Hôtel de Ville: Das Hôtel de Ville (Rathaus) wurde im 19. Jahrhundert vom Architekten Paillard erbaut und gehört zu den städtischen Sehenswürdigkeiten. Vor dem Bau stand dort die „Alte Burg“. Unverkennbar sind an der Frontseite die Einflüsse der französischen Revolution („Liberté, Egalité, Fraternité“ („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“) über dem Eingangsportal).

Nevers, Porte de Paris

Der Leichnam der heiligen barmherzigen Schwester Bernadette Soubirous (1858 Seherin von Lourdes) liegt seit 1925 unverwest in der Kapelle des „Espace Bernadette Soubirous“ (ehem. Kloster Saint-Gildard).

St-étienne de Nevers: die Kathedrale von Nevers ist ein Meisterwerk aus dem 11. Jahrhundert (Baubeginn 1068), Vorzeigewerk romanischer Bauweise des westlichen Burgunds. Charakteristisch ist die Errichtung einer Apsis mit drei radial dazu abgehenden Kapellen. Saint étienne (Stephanskirche) war eine Gründung der Mönche von Cluny. Die Kathedrale von Nevers ist seit 1840 denkmalgeschützt.

Kathedrale St-Cyr-Ste-Julitte: Unter den Sakralbauten sticht die eigentlich aus zwei Gebäuden mit zwei Apsiden bestehende Kathedrale hervor. Sie ist, wie die Porte du Croux, seit 1862 denkmalgeschützt. Die Apsis und das Querhaus im Westen sind Reste eines romanischen Kirchenbaus, während der Mittelbau und die östliche Apsis gotischer Herkunft sind und ins 14. Jahrhundert datiert werden können. Im östlichen Teil des Gebäudes gibt es kein Querschiff. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich eine der heiligen Bernadette Soubirous geweihten Kapelle, an deren Leben auch einige Fenster erinnern. Das Kirchenportal stammt aus dem 15. Jahrhundert; der gewaltige, von weitem sichtbare, künstlerisch verzierte Turm („Tour Boyer“) entstand im frühen 16. Jahrhundert.

Kathedrale, St.-Cyr et Ste.-Julitte, Chorhaupt des gotischen Teils

Peterskirche: Die Peterskirche wurde im 17. Jahrhundert als Erinnerung an die eingestürzte Pfarrkirche Saint-Père erbaut. Im Inneren sind ein Hochaltar aus derselben Zeit und Fresken erhalten.

Nevers, Marienkapelle

Marienkapelle (Sainte Marie): Die seit 1887 unter Denkmalschutz stehende Marienkapelle zeichnet sich durch eine barocke Fassade im Stil Louis XIII aus, was einmalig im Nivernais ist. Sie wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert als Teil eines Klosters erbaut, das bis zu ihrer Verstaatlichung in der Französischen Revolution von der Schwestern des Ordens Mariä Heimsuchung

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge 28,6 km
Dauer 8 Std.

 

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