Rhein-Radweg 05 Emmerich Rotterdam

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Rhein-Radweg von Emmerich bis Rotterdam

Der 240 Kilometer lange niederländische Abschnitt des Rheinradweges führt durch alte Landschaften und vorbei an Deichen, Grachten und unzähligen Sehenswürdigkeiten bis hin zum Meer. Bei einer solchen Fahrradtour gilt: Der Weg ist das Ziel.

Das Meer. Nicht der Weg. Ausnahmsweise ist das Meer das Ziel. Von der deutsch-niederländischen Grenze bei Millingen aan de Rijn geht es mit dem Fahrrad bis an die Nordsee – immer am Rhein entlang. Oder besser gesagt: an einem der vielen Rheinarme. Zwar fließt Vater Rhein wie in der Schweiz, in Frankreich und Deutschland auch in Holland durch Mutter Erde, doch je mehr sich Europas mächtigster Fluss der Mündung nähert, umso mehr splittert er sich in Nebenarme auf.

Sehenswürdigkeiten entlang des Rheinradwegs in den Niederlande

“Kromme Rijn”. Der Krumme Rhein ist ein ca. 27 Kilometer langer Nebenarm des Rheins, der bis ins Mittelalter hinein eine bedeutende Funktion als Wasserstraße hatte. Durch den Bau eines Dammes wurde seine Bedeutung geringer. Noch heute fließt der Kromme Rijn sacht vor sich hin durch eine von Burgen und privaten Anwesen geprägte Landschaft. Die EuroVelo-Route 15 überquert den Krummen Rhein bei Wijk.

Die Gartenbauregion Betuwe. Zwischen den beiden Hauptflüssen des Rheindeltas, der Waal im Süden und dem Niederrhein im Norden, liegt die Region Betuwe. Sie ist für ihre Gärten bekannt, vor allem für ihre Birnen und Kirschen. Die nährstoffreichen Schwemmlandböden des Deltas bilden eine ideale Grundlage für diese Anbauform.

Die Linge (Fluss). Mit einer Länge von 108 Kilometern ist die Linge der längste Fluss, der vollständig in den Niederlanden fließt. Von Ost nach West durchfließt er die Region Betuwe von Doorenburg bis Gorinchem. Schiffsverkehr ist auf der Linge inzwischen nicht mehr erlaubt.

Glasherstellung in Leerdam Die an der Linge gelegene Stadt Leerdam wird von fruchtbaren Schwemmlandebenen umgeben. Sie ist seit dem 18. Jahrhundert das Zentrum der niederländischen Glasindustrie. Aus Deutschland eingewanderte Glasbläser legten den Grundstein für diesen Industriezweig, der heute weltbekannt ist unter dem Namen „Royal Leerdam“.

Burg Loevestein: An dem strategisch wichtigen Zusammenfluss von Maas und Waal wurde 1368 die mittelalterliche Burg Loevestein errichtet. Nahe Gorinchem gelegen diente sie als Zollstation für den Schiffsverkehr auf den beiden Flüssen. Außerdem wurde sie als Staatsgefängnis genutzt. Heute beherbergt sie ein interessantes Mittelaltermuseum.

Biesbosch Nationalpark. Der Biesbosch Nationalpark liegt in einer Brackwasserzone, wo sich Süß- und Salzwasser mischen. Im Bereich der Mündung von Rhein und Maas in die Nordsee, von Dordrecht aus leicht mit dem Rad zu erreichen, bietet Biesbosch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Ausgedehnte Rietflächen, Wiesen, weidenbewachsene Inseln und sumpfige Wälder wie sie vor langer Zeit im Westen der Niederlande üblich waren. Alle diese Landschaftsformen stehen in Biesbosch seit 1994 in einem der größten niederländischen Nationalparke unter Schutz..

Dordrecht, die älteste Stadt der Niederlande, spielte bis zur Nacht vom 18. auf den 19. November 1421 eine wichtige Rolle für das Land. In jener Nacht wurden durch eine Sturmflut jedoch die seewärtigen Stadtbefestigungen zerstört. In der Flut ertranken bis zu 100.000 Menschen. Das damals überflutete Gebiet liegt bis heute zu großen Teilen unter Wasser. Diese Naturkatastrophe beendete gleichzeitig die Vormachstellung der Stadt in den Niederlanden. Noch heute sind auf den Fenstern der Kathedrale Szenen der Sturmflut zu sehen.

Die Windmühlen von Kinderdijk. Seit dem 15. Jahrhundert prägen Windmühlen das Bild von Holland. Die 15 Kilometer östlich von Rotterdam gelegenen Windmühlen von Kinderdijk sind eines der beliebtesten touristischen Ziele des Landes. Die jahrhundertealten Wasserbauwerke, die zur Entwässerung des Landes, der Urbarmachung und dem Bau von Städten und Dörfern dienten, können hier bestaunt werden. Seedeiche, künstliche Wasserbecken, Pumpwerke und Verwaltungsgebäude machen zusammen mit den 19 restaurierten Windmühlen den besonderen Reiz von Kinderdijk aus, das seit 1997 zum UNESCO Welterbe gehört

Hafen Rotterdam. Die zweitgrößte Stadt der Niederlande ist das wirtschaftliche Herz des Landes. An der Mündung von Rhein und Maas gelegen besitzt die Stadt eine strategische Stellung als Umschlagplatz für Güter aus dem Westen Deutschlands. Der größte Hafen Europas – und der viertgrößte der Welt – erstreckt sich über 28 Kilometer. Rotterdams „Europoort“ kann sogar von Supertankern mit ihrer Ladekapazität von 400.000 Tonnen Rohöl angelaufen werden. Dadurch wurde Rotterdam zu einem Zentrum der ölindustrie und der Petrochemie

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Streckendaten
Schwierigkeit Einfach
Länge 240 km
Dauer keine Angabe

 

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