Tierfreigelände und Baumwipfelpfad, Bayerischer Wald

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Wer im Nationalpark Bayerischer Wald unterwegs ist, sollte unbedingt auch das Nationalparkzentrum in Neuschönau besuchen. Neben dem Informationszentrum „Hans-Eisenmann-Haus“ erwartet uns hier auch der weltweit längste Baumwipfelpfad mit 1,3 km Steglänge. Auf einer Höhe von 8 bis 25 Metern wandeln wir hier mitten durch die Baumkronen und erleben den Wald aus einer einzigartigen Perspektive. Hier oben spüren wir eine ganz andere Atmosphäre und Energie des Waldes. Als Krönung dieses Abenteuers laufen wir über den spiralförmigen Weg auf die Spitze des 45m hohen Aussichtsturms. Hier können wir die in der Mitte des Turms wachsenden Kiefern aus allen Ebenen bewundern und – oben angekommen – genießen wir einen prächtigen Ausblick über den ganzen Nationalpark Bayrischer Wald.

Im Anschluss wandern wir durch das großzügig angelegte Tierfreigelände und haben eine echte Chance dem Luchs und den Wölfen zu begegnen. Diese faszinierenden Wildtiere sowie viele andere Tierarten und Vögel, die man in der freien Natur des Waldes nur selten oder gar nicht zu Gesicht bekommt, können hier bewundert werden.

 

Wir starten im Besucherzentrum Neuschönau und finden hier in dem 2010 renovierten und erweiterten „Hans-Eisenmann-Haus“, umfangreiche Informationen zur Geschichte, Entwicklung und Natur- und Tierwelt im Nationalpark .
Von hier aus startet auch unsere heutige Wanderung, die im übrigen natürlich gerade für Kinder eine ideale Tour ist, denn es gibt ja jede Menge zu entdecken und zu erleben.

Wir starten mit dem Einstieg zum Baumwipfelpfad (kostenpflichtig). Der Baumwipfelpfad ist ein Holsteg der in großer Höhe errichtet wurde und quer durch ein Stück Wald führt. Auf dem Steg sind immer wieder Informationstafeln angebracht, welche die verschiedenen Ebenen der Bäume und der hier lebenden Tiere erläutern. Der Pfad endet in den 45m hohen Aussichtsturm, der um einen Baum herum errichtet wurde. Nachdem wir die herrliche Aussicht von ganz oben genossen haben laufen wir wieder herab und nun ist vielleiht schon Zeit für ein zweites Frühstück oder das Mittagessen. Dafür steht ein großes Restaurant/Cafe zur Verfügung.

Nun starten wir den zweiten Teil unserer Erlebniswanderung, die uns durch das großzügig angelegte Tierfreigelände führt. Wir überqueren die Straße und biegen am Ende des Parkplatzes rechts auf den Rundweg ein, der uns an viele verschiedene Tiergehege heranführt. Zunächst können wir die Vögel des Waldes bewundern. Dann besuchen wir Wisente und kurz darauf erreichen wir das Gehege des Luchs. Den Luchs zu sehen ist allerdings ein Glücksfall denn er ist sehr scheu und zeigt sich nur selten. Aber wer etwas Zeit mitgebracht hat, kann hier wunderbar auf den beiden Beobachtungs-Kanzeln Ausschau halten.
Der Weg führt weiter vorbei an herrlichen Waldabschnitten und über blühende Wiesen bis wir an der Wolfskanzel angelangen. Hier können wir mit etwas Geduld einige der Wölfe entdecken und beobachten.

Der Weg führt uns nun weiter zu Wildschweinen, Rehen und Hirschen und auch Bären können wir bewundern. Auch viele Kleintiere, darunter einen echten Biberbau begeistern uns.

Der Weg endet wieder im Nationalparkzentrum.

Die reine Gehzeit beträgt ca. 2,5 Stunden aber wir sollten einen ganzen Tag, bzw. mindestens 4-5 Stunden einplanen denn es gibt hier ja überall etwas zu entdecken und zu beobachten.

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge 8,5 km
Dauer 4 Std.

 

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