UNESCO-Welterbe: Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof

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Welche Großstadt in Deutschland hat heute noch ein so mittelalterliches Gepräge wie Regensburg? Die Altstadt ist ein Spiegelbild des Regensburg, wie es Anfang des 14. Jahrhunderts aussah, der Reichtum der Patrizierfamilien lässt sich noch in der Gegenwart an den Handelshäusern ablesen, die teilweise – ähnlich übrigens wie in San Giminiano in der Toskana – mit sog. Geschlechtertürmen versehen sind.

Auch die prachtvollen Kirchenbauten zeugen vom Wohlstand der frühen Regensburger Kaufleute, allen voran der Regensburger Dom, östlich des Rheins das einzige Beispiel der französischen Ausrichtung der Kirchengothik. Vor allem seine farbenfrohen Fenster, die in ihrer Fülle von keinem anderen Kirchenbau übertroffen werden, machen den Dom zu einem einzigartigen Sakralbau. Dennoch bestehen neben ihm ohne Schwierigkeiten die beiden Kirchen der Bettelorden der Dominikaner und der Minoriten, die – trotz der Armut ihrer Stifter – die größten ihrer Art deutschlandweit sind. Die Regensburger Altstadt wird mit dem Stadtteil Stadtamhof durch die Steinerne Brücke verbunden, einer Brückenbauleistung, die im frühen 12. Jahrhundert in Staunen versetzte und bis heute trägt.

Ihre mittelalterliche Bedeutung verdankte die Stadt ihrer Lage an den wichtigsten Verkehrswegen des Karolingerreiches. Maßgebliche Versammlungen fanden vorzugsweise hier statt, auch noch in der nachkarolingischen Zeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Davon zeugt u. a. der teilweise erhaltene Sitz des Immerwährenden Reichstages (von 1663 bis 1806), der die übergreifende Bedeutung dieser Institution widerspiegelt. Auch der sich von Thüringen ausbreitende Protestantismus hat im 16. Jahrhundert Spuren hinterlassen. Die Neupfarrkirche gilt als Mutterkirche der Lutheraner Südosteuropas und die Dreieinigkeitskirche wurde Vorbild vieler süddeutscher evangelischer Kirchenbauten.

Unser knapp 4 km Stadtrundgang beginnt am Hauptbahnhof, führt an den Sehenswürdigkeiten der Altstadt vorbei und übder die Steinerne Brücke in den Stadtteil Stadtamhof. Viele Wege führen nach Regensburg, so z. B. der Donauradweg. Seit 2006 gehört Regensburg zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge keine Angabe
Dauer keine Angabe

 

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