UNESCO-Welterbe: Prähistorische Pfahlbauten im Alpenraum

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Landwirtschaft vor 5000 Jahren: Eine Einblick in das Leben unserer Vorfahren um das Jahr 3000 vor unserer Zeitrechnung bieten die überreste ihrer Siedlungen an den Ufern süddeutscher Seen und an anderen Gewässern im Alpenraum. Diese Siedlungen wurden auf Pfählen in Ufernähe errichtet und ragten häufig in die Randgebiete der Seen hinein.

Diese besondere Bauweise ist dafür verantwortlich, dass die überreste heute noch nachweisbar und die Gebäude selbst rekonstruierbar sind; denn das feuchte Milieu sorgt dafür, dass organische Materialien wie Holz, aber auch Reste von Nutzpflanzen oder textile Gewebe recht gut erhalten geblieben sind. Mit den Mitteln der modernen Archäologie lassen sich damit die vorzeitlichen Siedlungen gut wieder herstellen.

In diesen frühen Siedlungsgebieten finden sich allerlei Spuren ihrer Bewohner, die Rückschlüsse auf deren Leben zulassen. Dazu gehören Wasserfahrzeuge wie Einbäume, Radfragmente, die auf die Benutzung von Karren und Wagen schließen lassen, uralte Textilien und Handelswaren, die die Handelswege des Neolithikums, der Bronze– und der beginnenden Eisenzeit nachzeichnen. Auch das Alltagsleben der frühen Bauern mit ihrer Mühsal, aber aujch ihren kleinen Erfindungen und Neuerungen lässt sich am Fundmaterial ablesen.

In Deutschland sind Pfahlbauten vor allem am zu Baden-Württemberg gehörenden Bodensee gefunden (dort allein neun Stationen), im Starnberger See und im Raum südlich Augsburg. Europaweit gibt es weitaus mehr solcher Fundstellen, so in Frankreich, in Italien, in Slowenien, in österreich und der Schweiz. Dort lassen sich Funde bis zu 5000 v. Chr. nachweisen.

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UNESCO-Pfahlbauten

Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge keine Angabe
Dauer keine Angabe

 

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