UNESCO-Welterbe: Römischer Limes

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Die Römer hatten ihr Imperium an vielen Stellen gegen den Einfall von „Barbaren“ geschützt. Ein bekanntes Beispiel ist der Hadrianswall in England, der quer über die Insel verlief und vor den im heutigen Schottland lebenden Pikten schützen sollte. In Germanien erfüllte der Limes eine ähnliche Funktion insofern, als er das Imperium gegen das freie Germanien abgrenzte. Allerdings bildete der Limes wohl keine undurchdringliche Mauer, die die Barbaren vollständig draußen hielten, sondern eher so etwas wie eine Demarkationslinie mit Wachttürmen und Kontrollpunkten, die aber auf jeden Fall einen kleinen Grenzverkehr erlaubte.

über eine Länge von 550 km verläuft der Limes vom unteren Mittelrhein etwas nördlich von Koblenz (das römische Konfluenza) durch die westlichen Ausläufer des Westerwaldes und den Taunus im weiten Bogen nach Oberhessen (Raum Butzbach. Lich) und von dort in südlicher Richtung über Aschaffenburg bis in die Region von Schwäbisch Gmünd. Hier nimmt der Limes einen im wesentlichen östlichen Verlauf quer durch das nördliche Baden-Würtemberg (Ellwangen, Dinkelsbühl) und Franken bis in die Nähe von Regensburg.

An vielen Stellen sind die überreste der Anlagen erhalten und z. T. rekonstruiert worden. Zahlreiche Kastelle entlang der Linie sind insbesondere in Südhessen und Schwaben nachgewiesen. Noch dichter ist die Folge von Wachttürmen, die lediglich im Raum Aschaffenburg eine größere Lücke aufweist. Demzufolge werden zwei gesonderte Abschnitte des Limes unterschieden: Der obergermanische, im wesentlichen in Nord-Süd-Richtung verlaufende, und von Westen nach Osten der rätische Limes.

An verschiedenen Stellen geben archäologische Parks einen lebhaften Eindruck vom ursprünglichen Aussehen der Befestigungsanlagen, der Kastelle und Türme, so etwa am Römerkastell Saalburg im Taunus. Seit 2005 gehört der Limes zum UNESCO-Weltkulturerbe. Unser Tourenangebot richtet sich in diesem Fall vor allem an Radtouristen, die auf einer mehr als 800 km langen Strecke durch reizvolle Landschaften dem Verlauf der alten römischen Grenzanlage folgen können.

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Streckendaten
Schwierigkeit Anspruchsvoll
Länge 830 km
Dauer keine Angabe

 

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