Lübeck

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    Die Hansestadt Lübeck  ist eine kreisfreie Stadt im Norden Deutschlands und im Südosten Schleswig-Holsteins an der Ostsee (Lübecker Bucht). Sie hat nach der Landeshauptstadt Kiel die meisten Einwohner und ist eines der vier Oberzentren des Landes. Flächenmäßig ist sie die größte Stadt in Schleswig-Holstein. Die mittelalterliche Lübecker Altstadt ist Teil des UNESCO-Welterbes.

    Die nächstgelegenen großen Städte sind Hamburg etwa 65 Kilometer südwestlich, Kiel etwa 78 Kilometer nordwestlich und Schwerin etwa 68 Kilometer südöstlich. Lübeck gehört seit April 2012 der Europäischen Metropolregion Hamburg an.

    Lübeck wird auch „Stadt der Sieben Türme“ und „Tor zum Norden“ genannt.

    Die Geschichte des Namens Lübeck

    Der Name Lübecks spiegelt die Siedlungsgeschichte der Gegend wider. Seine ursprüngliche Form war das slawische Wort Liubice, wobei das C wie deutsches Z gesprochen wurde. Mit der Abwanderung der Westslawen, sowie deren Verdrängung und Assimilation durch die Sachsen, wurde das Sächsische, das man später auch Niederdeutsch nannte, die vorherrschende Sprache der Region. Der Name Liubice wurde für die Siedlung beibehalten, jedoch sächsischer Sprachentwicklung unterworfen.

    Mit der Zeit, als das Altsächische ins Mittelniederdeutsche überging, wandelte sich das altsächsische zu einem ü-Laut, wovon auch die Namen von Städten und Fluren betroffen waren. So wurde aus Liubice zuerst Lübice.

    Bereits zur altsächsischen Zeit fand eine starke Palatalisierung des K statt, die dieses teilweise in verschiedene Zischlaute umwandelte. So wurde etwa aus der Siedlung Kiellu die Siedlung Celle. In früher mittelniederdeutscher Zeit aber war diese Entwicklung rückläufig und viele von der Palatalisierung betroffenen Worte wurden wieder mit altem K gesprochen. Diese Welle erfasste auch den slawischen Namen Liubices, wodurch daraus der im Mittelalter übliche Name Lübeke wurde.

    In jüngerer Zeit (im 17. Jahrhundert) wurde das Mecklenburgische, zu dessen Dialektgebiet das Lübische gehörte, von einer Apokopierung des E erfasst und das E am Ende vieler Worte verkürzt oder weggelassen. So war der heutige Name Lübek, bzw. Lübeek geboren.

    Eine Umwandlung des langen E zu einem kurzen hat eigentlich nie stattgefunden und wie den Namen Mecklenburgs, schrieben niederdeutsche Autoren den Namen mit einfachem K, als Lübek oder Lübeek, oder um der Aussprache Rechnung zu tragen mit tonlangem E als Lüb?k. Lediglich dem Durchsetzen einer gemeinsamen hochdeutschen Rechtschreibung ist die Schreibung mit zu verdanken. Bei dieser jedoch handelt nur um eine Letternhäufelung. (vgl. auch das CK in Ortsnamen) Die heute in den Medien übliche Aussprache mit kurzem E ist als eher als Hyperkorrektur zu verstehen, die sich nach der Schreibweise richtet.[3]
    Geographie

    Die Stadt liegt in der Norddeutschen Tiefebene an der unteren Trave, einem schiffbaren Fluss, der etwa 17 Kilometer von der Altstadt entfernt im Stadtteil Travemünde in die Ostsee mündet.

    Die Altstadt liegt auf einem Hügel, der einen Werder zwischen den Wasserläufen der Trave und der Wakenitz bildet. Ferner durchzieht der Elbe-Lübeck-Kanal das Stadtgebiet von Krummesse bis zur Trave.

    Die umgebende Landschaft gehört zum Ostholsteiner Hügelland und ist geprägt von der Weichseleiszeit (Pleistozän). Die geografische Lage an der Trave, die kurz vor Travemünde den Baltischen Höhenrücken durchbricht, begünstigte die Entwicklung der Stadt als Ostseehafen und begründete ihren rasanten Aufstieg zum nordeuropäischen Machtzentrum des Mittelalters.

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