Noiraigue

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    Im Creux du Van über dem Neuenburgersee präsentiert sich die Natur in einem gigantischen Amphitheater. Die Logenplätze in der 500 Meter hohen Wand sichern sich zwar die Steinböcke.

    Genau 725 Höhenmeter Aufstieg sind es, und man steht mitten in einer Arena der Superlative. Das natürliche Amphitheater mit einem Durchmesser von einem Kilometer ist das Resultat hartnäckiger Erosion durch Wasser und Eis – und ein Paradies für Steinböcke, Murmeltiere, Rehe, Raubvögel und Naturliebhaber.

    Dem Rand dieser «Arena» entlang führt der Weg, auf dem man sich immer in der ersten Reihe fühlt. Und ganz unten im Kessel sprudelt munter eine Quelle, die «fontaine froide», deren Wasser das ganze Jahr über eisige vier Grad kalt ist.

    Die zweite grosse Attraktion des Tals, das sich vom Neuenburgersee quer durch den Jura bis zur französischen Grenze dehnt, sind seine Asphaltminen. Zwischen 1711 und 1986 entstand hier ein Stollensystem von 100 Kilometern: Mit dem Asphalt aus Travers wurden Strassen von Paris, London und New York gepflastert. Ein Kilometer der stillgelegten Minen steht heute Besuchern offen, denen als Spezialität in Asphalt gekochter Schinken serviert wird.

    Wer das Ganze erstmal verdauen muss, macht sich am besten über eine «Grüne Fee» her:

    Das Val de Travers ist nämlich die Heimat des Absinth, dem heimlichen Star des Tals.

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