Der Moselsteig – Etappe 20

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 Auf dem Moselsteig von Treis-Karden nach Moselkern – Märchenburg und Buchsbaumwälder

Die 20. Etappe des Moselsteiges von Treis-Karden nach Moselkern entführt den Wanderer durch herrliche Buchsbaumwälder und führt auf teils seilgesicherten Pfaden durch felsige Steilhänge, die Kondition und Trittsicherheit verlangen. Gegen Ende der Wanderung geht es durch das wildromantische Elzbachtal zur deutschen Märchenburg – der Burg Eltz, bevor der Moselsteig im kleinen Ort Moselkern endet.

Vom Bahnhof folgen wir der St. Castor Straße bis zur gleichnamigen Kirche und gelangen links an ihr vorbei zur Kernstraße, steigen nach links aufwärts, queren die Straßen und folgen dem Burg-Eltz-Weg bis zum Ortsrand. Wir queren einen Bach und gelangen nach links auf einen aufwärts steigenden Pfad dem wir entlang an Trockenmauern folgen. Die Umgebung ändert sich allmählich, Felsen und Wald drängen sich nun dichter an den Pfad, der immer mehr von Buchsbaumbüschen eingerahmt wird. Später queren wir über einen Steg den Kreuselbach und gelangen in einen Wald und erreichen kurz darauf eine Hangkante mit Rastbank von der man einen herrlichen Blick hat, eine Infotafel klärt uns über die  Moselterrassen auf und am fernen Horizont erblicken wir die beiden Treiser Burgen. Der Moselsteig lässt uns wieder keine Zeit zum verschnaufen und führt uns über einen steilen, felsigen Pfad weiter bergan bis zu einer weiteren Infotafel mit Bank.

Stiftskirche St. Castor in Karden

Bis heute beherrscht die ehemalige Stiftskirche und Pfarrkirche St. Castor mit ihren imposanten Türmen das Ortsbild von Karden. Sie wird auch als „Moseldom“ oder „Kardener Dom“ bezeichnet und ist die älteste Stiftskirche zwischen Trier und Koblenz an der Mosel. In den Jahren 1084 bis 1802 war ein Kollegialstift untergebracht und der erste Bau geht auf die karolingische Zeit zurück. Der erste Bauabschnitt erfolgte 1184 mit dem Chor und der Apsis, den Flankentürmen und dem Querhaus im romanischen Stil. Der älteste Teil der Kirche ist der West-Turm mit seinen bis zu 1,20 Meter dicken Umfassungsmauern und  auf der Mosel zugewandten Seite ragen zwei mächtige Chortürme gen Himmel. Die Gipfelfront des Chores zwischen den Türmen besteht aus gegliederten Elementen deren architektonische Formen auf die romanische Baukunst zurück gehen. Besonders sehenswert ist der schöne dreiflügelige Altar der Kirche. Weitere Informationen finden sie auf der Website von Karden.

Es geht immer aufwärts und wir erreichen bald die Schutzhütte Kompeskopf, die uns nach den Anstrengungen zu einer wohlverdienten Rast einlädt. Gestärkt und mit neuen Kräften wandern wir weiter und halten uns an der folgenden Kreuzung rechts und gehen abwärts, umrunden den Kompeskopf und gelangen zum Waldrand. Von hier schweift der Blick über Felder hinweg zum Klickerterhof, den wir rechts liegen lassen und wandern nach links und tauchen nach wenigen Metern wieder in den Wald ein. Nach einer kurzen absteigenden Passage, folgen wir dem Weg nach rechts in die tief eingeschnittene Schlucht des Krailsbachs. Immer mehr Buchsbäume säumen nun unseren Weg und wir tauchen Stück für Stück in einen herrlichen Buchsbaumwald ein. Später steigen wir an einem seilgesicherten Pfad steil abwärts und queren den Krailsbach und wandern leicht aufwärts und tauchen wieder in das Moseltal ein.

Nun folgt einer der schönsten Passagen, der Moselsteig windet sich nun in einem leichten Auf und Ab durch einen Steilhang mit herrlichem Buchsbaumbestand bis zu einer Infotafel mit Bank. Hier sollte man unbedingt eine kleine Rast einlegen und die wunderschöne Aussicht und Stille genießen. Wir wandern weiter und der Pfad endet bald auf einem breiten Feldweg, nun geht es an Trockenmauern entlang und durch Weinberge und treffen nach einigen Kilometer auf eine Schutzhütte bei Müden, wo wir eine weitere Rast einlegen. Neben der Schutzhütte biegen wir nach links auf einen Feldweg ab und queren nach kurzer Zeit einen Asphaltweg der uns steil aufwärts führt. Wir befinden uns nun auf einem Kreuzweg dem wir weiter aufwärts bis auf ein Plateau folgen und verlassen darauf bald den Wald und erblicken die ersten Häuser von Müdenerberg. Bei der alten Kapelle treffen wir auf die K 32 und gehen nach links und laufen etwa 400 Meter an der Straße entlang und nach kurzer Zeit nach rechts auf einen Waldrandweg ein.

Bei einem Wegkreuz tauchen wir wieder in den Wald ein und werden von einem alten Kreuzweg begleitet der uns abwärts bringt, der Wald lichtet sich nun und wir erreichen das Forsthaus Rotherhof. Nach dem Forsthaus halten wir uns halblinks und folgen einem Waldweg durch Mischwald der sich nach einiger Zeit verengt und man einen kleinen Blick zur Burg Eltz erhaschen kann. Wir wandern nun weiter ins Tal über einen felsigen Pfad und treffen auf den Traumpfad „Eltzer Burgpanorama“. Wir wandern weiter über die Brücke und biegen nach rechts an einer Wiese des Elzbachs ab und treffen auf einen Wanderweg der vom Parkplatz kommt, gehen um eine Felsklippe herum und stehen vor der mächtigen und ritterlichsten aller Burgen – der Burg Eltz, die immer wieder ein Erlebnis ist. Wir gehen nun hinunter zum Steg und folgen dem Elzbach durch Wald und an Felsen vorbei und treffen nach einiger Zeit an der Ringelsteiner Mühle ein. Hier endet die Etappe auf dem Moselteig und wandern weiter zum Bahnhof in Moselkern wo wir unsere Heimreise antreten.

Burg Eltz

Burg Eltz – so stellen sich die meisten Menschen eine richtige Ritterburg vor. Sie thront auf einem 70 m hohen Felskopf über dem romantischen Elzbachtal und verfügt über eine große Anzahl an Türmchen, Erkern und Gebäuden. Die Burg Eltz ist die deutsche Musterburg schlechthin. Sie wurde nie zerstört und zierte viele Jahre den 500-DM Schein. Der Name der Burg stammt von ihrem Standort am Elzbach, die die Burg an drei Seiten umfließt. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert an einem Handelsweg, zwischen dem Moseltal und Maifeld, erbaut. Der Name der Burg wird erstmals 1157 in einer Schenkungsurkunde von Friedrich I Barbarossa erwähnt, weiterlesen

Hinweis: Kleine Variante zum Moselsteig

Die Route führt ab Klickerthof für 1 Km über den Moselhöhenweg und trifft dann wieder auf den Moselsteig!

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge 13,1 km
Dauer 3,5 Std.

 

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