Grünes Band – Abschnitt 02: Zwischen Lehesten und Tann

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Der ehemalige Grenzverlauf zwischen Lehesten und Tann in der Rhön bewegt sich heute zwischen den Bundesländern Thüringen und nördliches Bayern. Bekannte Städte der Region sind z. B. Suhl, Schmalkalden, Zella-Mehlis, Hildburghausen bzw. auf bayerischer Seite Coburg, Burgkunstadt oder Bad Neustadt an der Saale.

Der Grenzverlauf zog sich weitgehend durch wenig besiedeltes Gelände im wesentlichen in Ost-West-Richtung. Die geringe Siedlungsdichte gibt der Landschaft einen besonderen Reiz, findet man doch hier noch ländliche Idylle vor, die in vielen anderen Regionen Deutschlands verloren gegangen ist. Ein besonderes Kleinod ist der Froschgrundsee bei Schönstadt, der als Hochwasser-Rückhaltebecken für die Stadt Coburg dient, und auch eine gute Einkehrmöglichkeit bietet.

Bad Rodach verfügt über die wärmste Thermalquelle Frankens. Die Geschichte des Ortes reicht bis in das späte 8. Jahrhundert zurück.

Bei dem Markt Maroldsweisach findet sich ein gigantischer Steinbruch, der als eine Art Geländemuseum hergerichtet ist und auf einem „Steinerlebnispfad“ über die Kunst der Steinbearbeitung informiert.

Tann in der Rhön rühmt sich, einer der beliebtesten Orte Deutschlands zu sein. Immerhin bringt es Tann einschließlich eingemeindeter Dörfer auf gut 4.500 Einwohner, wahrlich kein Ort, der mit hektischer Betriebsamkeit droht. Der Name „Thann“, ursprünglich mit „Th“ geschrieben, soll auf irische Mönche zurückzuführen sein, die bereits in der Zeit vor Bonifatius das Land „Buchonia“, das Buchenland, wie die zu dieser Zeit noch ausschließlich mit Buchen bestandene Rhön damals hieß, gekommen waren, um das Christentum zu lehren. Das würde bedeuten, dass es diese, von den Mönchen „Thonn“ genannte Siedlung, bereits um die Wende des sechsten zum siebten Jahrhundert gegeben haben muss.

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge keine Angabe
Dauer keine Angabe

 

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