UNESCO-Welterbe: Wartburg

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Die Wartburg ist ein magischer Ort der deutschen Geschichte, hier fokussierten sich immer wieder historische Entwicklungen wie unter einem Brennglas. Das wohl bekannteste Ereignis war wohl der Aufenthalt Martin Luthers gegen Ende des 16. Jahrhunderts, der sich hierher vor dem Zugriff seiner mächtigen Feinde zurück gezogen hatte, um die übersetzung der griechischen Urfassung der Bibel ins Deutsche in Angriff zu nehmen, und bei dieser Gelegenheit so etwas wie eine deutsche Allgemeinsprache zu entwickeln, welche die zahlreichen Dialekte und Sprachformen in einer Art Hochsprache zusammen führte. Kein Wunder also, dass er in seinem „Kavaliersgefängnis“, so der Name seiner Behausung, unter hartem Stuhl litt… Vielleicht warf er deshalb das Tintenfass an die Wand?

Aber schon vor Luther waren zahlreiche „Prominente“ auf der Wartburg zu finden: Die Heilige Elisabeth von Thüringen, die Minnesänger Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach, die Dichter Heinrich von Morungen, Herbort von Fritzlar und Albrecht von Halberstadt, um nur einige zu nennen. Auch die – damals revolutionären – Burschenschaften rückten die Wartburg drei Jahrhunderte nach Luther wieder ins Licht der öffentlichkeit. Durch ihre Lage im Zentrum Deutschlands galt die Wartburg auch während der Deutschen Teilung als Symbol der Einheit. Bereits im 19. Jahrhundert war die Anlage aufwändig als nationales Denkmal hergerichtet worden, Teile, die im Laufe der Jahrhunderte verschwunden waren, wurden neu aufgebaut, restauriert oder instand gesetzt.

Unser knapp 4 km langer Wandervorschlag führt Sie vom Ortsrand von Eisenach hinauf zur Wartburg und in einer Schleife wieder zurück.

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Streckendaten
Schwierigkeit Normal
Länge 4 km
Dauer 2 Std.

 

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