Wittgensteiner Schieferpfad

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Die liebenswerte Stadt Bad Berleburg am Rothaarsteig mit ihrer rund 750-jährigen Geschichte liegt inmitten des Naturparks Rothaargebirge. Das prächtige Schloß der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein ist Mittelpunkt der historischen Altstadt, und der reizvoll angelegte Schlosspark mit jahrhundertealtem Baumbestand lädt zum Verweilen ein. Schier unerschöpfliche Wandermöglichkeiten bieten sich im umliegenden Wittgensteiner Land an. Das Rothaargebirge mit seiner besonderen Naturnähe zählt laut landschaftspsychologischer Forschung zu den schönsten Urlaubsregionen der Welt. Hier finden Sie mit dem Rothaarsteig, dem WaldSkulpturenWeg Wittgenstein-Sauerland, der Via Adrina und dem Wittgensteiner Schieferpfad absolute Wanderhighlights.

Wittgensteiner Schieferpfad – Wandern zwischen Natur und Geschichte

Der erste Premium-Wanderweg der Region ist äußerst abwechslungsreich. Zahlreiche idyllische Winkel, reizvolle Aussichten, eindrucksvolle Felsszenerien und Sehenswürdigkeiten zeichnen die Strecke aus.

Der Pfadanteil ist hoch. Viele Passagen wurden eigens angelegt, um die Landschaft optimal in Szene zu setzen. Einige Passagen der sehr spannenden Wegführung sind geradezu abenteuerlich. Der Wittgensteiner Schieferpfad führt ganz nah an den Puls der Natur: Urwüchsige geht es insbesondere auf der ehemaligen Bahntrasse und in den drei Naturschutzgebieten zu. Und an etlichen Stationen wird auch Geschichte hautnah erlebbar.

Wanderhöhepunkte links und rechts des Rothaarsteigs

Wittgensteiner Schieferpfad – Rundwanderweg, 14,2 km / 5 Std.

Lage / Ausgangspunkt

Parkplatz an der Eder, 200 m unterhalb des Schieferschaubergwerkes Raumland. Vom 4 km entfernten Bad Berleburg fährt man über die B 480 Richtung Erndtebrück und biegt nach überqueren der Ederbrücke in Raumland Richtung Frankenberg auf die L 553 ab. Vorbei an der Raumländer Kirche wird das Schieferschaubergwerk dann am Ortsende erreicht.

öPNV: Auskunft bei ZWS (Tel. 01803/504030).
(Anfahrt mit Bahn und Bus schützt die Umwelt – Danke!)

Tourplanung

Tagesrucksack mit Verpflegung und ausreichend Getränken, festes Schuhwerk, stellenweise ist Trittsicherheit gefordert, gute Kondition wird vorausgesetzt.

WanderKarten / Literatur

Wanderkarte Wittgenstein, 1:25.000,
Zweckverband Region Wittgenstein, 1. Auflage 2002, ISBN: 3-00-010140-3, EUR 9,50

Wittgensteiner Schieferpfad – Wanderhöhepunkte links und rechts des Rothaarsteigs

Wegbeschreibung / Sehens-, Wissenswertes

Eine Landschaftstafel gibt am Start (1) des Rundweges einen überblick über die Strecke. Zunächst begleiten wir die Eder flussabwärts. Wir orientieren uns an der ehemaligen Bahntrasse, die wir immer wieder kurzfristig verlassen, um an das Ufer des Flusses zu gelangen oder besonders urwüchsige Waldpassagen zu erwandern.

Nach dem ersten Kilometer erreichen wir einen Rastplatz mit Schutzhütte . Anschließend passieren wir einen Totholzbereich, unterqueren den alten Bahndamm und steigen über einen Pfad in das „Heiligeholz“, einen mit Felsklippen durchsetzten Berghang .

Nach einem Bachübergang und dem überqueren der L 718 ( führt der Weg durch das Naturschutzgebiet Honert oberhalb der alten Bahntrasse, die als Radweg ausgebaut ist. Ein Lüftungsloch  ist ein Hinweis dafür, dass wir uns über dem weitläufigen Stollensystem eines Bergwerkes bewegen. Am Ende des sogenannten Feuerweges wenden wir uns nach links. Es folgt ein steiler Anstieg durch eine Waldschneise und eine flache Passage. Danach gelangen wir über einen abenteuerlichen Steig in einen mystischen Eichenwald, durchsetzt mit zahlreichen wilden Felsklippen. Den Waldrand gewährt einen schönen Ausblick. über eine Bergwiese kommen wir in das Tal des Bilsterbaches.

Wir passieren rechts ein Forsthaus  und treffen auf den naturnahen Meckhäuser Bach. Dem folgen wir aufwärts am Talrand und erreichen bald das Naturschutzgebiet „Fredlar“ mit mächtigen Schieferhalden, einem System von Trockenmauern, hochragenden Klippen und einem kulissenartigen Steinbruch .

Etwa 400 m weiter wenden wir uns scharf rechts, um über einen kräftigen Anstieg wiederum zwei markante Felsklippen zu erreichen . Wir wandern weiter über Pfade und Waldwege auf den Kamm des Berges Fredlar, der eine weitere auffällige Klippe trägt. Nicht weit entfernt finden wir in den Fels eingefahrene Spurrinnen , Relikte eines früher bedeutenden Handelsweges. Der Abstieg über die alte Trasse führt ins Steinbachtal . Wir wandern bergauf zur L 718, die wir queren, bis zum Wanderparkplatz „Auf der Lenne“.

Nach kurzem Aufstieg bietet sich ein schöner Blick auf die Altstadt Bad Berleburgs mit dem prächtigen Barockschloss im Mittelpunkt. Leicht bergab geht es dann über die Nordwestflanke des Limburgs. Kurz vor dem Sportplatz Raumland biegt der Weg unvermittelt nach links ab. Neben einer Schieferhalde geht er in einen Pfad über, der schnell Höhe gewinnt . Oben angekommen sehen wir den Tagebau der ehemaligen Grube „Limburg“ und erreichen das weitläufige Naturschutzgebiet „Grubengelände Hörre“.

Auf Höhe des Eingangsbereichs wenden wir uns im spitzen Winkel nach rechts . Der folgende Weg durch das Naturschutzgebiet gewährt Blicke auf das Schieferdorf Raumland mit der bedeutenden Urkirche im Mittelpunkt.  Ausgangs des Schutzgebietes beenden wir den Rundgang.

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Streckendaten
Schwierigkeit keine Angabe
Länge 13,3 km
Dauer 4 Std.

 

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