Der nordöstliche Odenwald

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    Der nordöstliche Odenwald- lockt nicht nur Radler, Ritter und Rokoko-Fans

    Orte der Region:

    Amorbach, Bad König, Breuberg, Erbach im Odenwald, Höchst Laudenbach, Lützelbach, Michelstadt, Rüdenau bei Miltenberg, Schneeberg Weilbach

    Auf dem 3-Länder-Radweg von Höchst kommend blickt der Radwanderer plötzlich auf über 850 Jahre alte Geschichte hinauf: die Burg Breuberg thront weit über dem Mümlingtal und gehört zu den größten und am besten erhaltenen Burganlagen Deutschlands. Heute beherbergt sie neben Rittern in erster Linie die Jugend aus aller Welt.

    Radelt man weiter, so erfährt man es gleich: An der hessisch-bayerischen Grenze ändert das Flüsschen Mümling seinen Namen zur Mömling und erreicht bald darauf die durch Sandsteinvorkommen und Landwirtschaft erblühte Gemeinde Mömlingen. Von den Höhen der Umgebung genießt der Wanderer herrliche Ausblicke auf die Hügel und Täler des Odenwaldes und des Spessarts.

    Spannend wird es in Hummetroth, in der zur Gemeinde Höchst gehörenden „Villa Haselburg“. In dieser großen Ausgrabungsstätte begibt sich der Gast in die prachtvolle Zeit der Römer. Ein römisches Dampfbad der moderneren Art sorgt in der Odenwald Therme in Bad König für Gesundheit und Wohlbefinden.

    In Michelstadt, erlebt der Gast eine historische Innenstadt mit Fachwerkhäusern und verwinkelten Gässchen. Unmittelbar südlich an Michelstadt mit seinem gotischen Rathaus und der „Einhard-Basilika“ aus dem 9. Jahrhundert schließt sich die ehemalige Residenzstadt Erbach an. Sowohl das Deutsche Elfenbeinmuseum als auch die Gräflichen Sammlungen im Schloss Erbach sind einzigartig.

    östlich verläuft der Odenwald-Limes und führt auch durch die heutige Gemeinde Lützelbach. Wo der Main den Odenwald vom Spessart trennt, liegt Laudenbach, das in neuerer Zeit durch seine Kleinkunst- und Theaterproduktion bekannt geworden ist. Die Gemeinde Rüdenau ist malerisch eingebettet zwischen grünen Bergen in einem kleinen Seitental unweit des Mains.

    Das Rad der Zeit einmal anhalten kann der Besucher in den idyllisch gelegenen Ortsteilen von Weilbach. In waldreicher Umgebung ist die Gemeinde nur einen Hasensprung von der romantischen Barockstadt Amorbach entfernt. Eine glanzvolle Vergangenheit bescheinigt dieser Stadt die prachtvolle Abteikirche mit ihrer Bibliothek, dem klassizistischen Festsaal, der weltberühmten Stumm-Orgel und der Raumausstattung im Rokokostil, die in Deutschland ihresgleichen sucht.

    Bildstöcke, Kreuze, Teufels- und Herrgottstein, Kapellen und ein Meditationsweg zeigen an, dass wir uns dem Marienwallfahrtsort Schneeberg nähern. Steinsärge und Räuberhöhlen zeugen von weltlicher Vergänglichkeit.

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