Serie: Neuseeland im Wohnmobil

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Liebe Leser,

was liegt näher, als eine Hochzeitsreise zu den Antipoden, dachten sich A-Hörnchen und B-Hörnchen, und machten sich auf nach Neuseeland. Natürlich haben sich Anne und Basti – so heißen die beiden Hörnchen im wirklichen Leben – gründlich vorbereitet.
Das Wohnmobil, das als temporäres Heim während der Rundreise dienen sollte, hatten sie ebenso per Internet im Voraus gebucht, wie auch den ersten Übernachtungsplatz nach Ankunft. Aber schon auf der Anreise zeigt sich, dass trotz sorgfältiger Planung manches eben doch nicht so klappt, wie gewünscht.

Die erste Etappe von Düsseldorf nach London läuft aber noch ohne Probleme, abgesehen davon, dass sie im Flugzeug erfahren, dass das nächste Ziel nicht Hongkong, sondern Sydney sein wird. Während sie in nun London für die Umbuchung anstehen, startet der Hongkong-Flieger, und als sie an der Reihe sind, erfahren sie am Counter, dass heute kein Flug mehr für sie nach Sydney gehe und sie leider im Flughafenhotel übernachten müssten.
Das lassen sich unsere Hörnchen natürlich nicht bieten und fangen an zu jammern, zetern und schimpfen mit dem erfreulichen Ergebnis, dass dann doch noch was geht, allerdings nur im Schweinsgalopp durch den gesamten Hindernisparcours des Flughafens London. Am Gate angekommen stellt sich dann allerdings heraus, dass noch reichlich Zeit ist, weil der Flieger verspätet ist…

Ende gut, alles gut! Sie werden schließlich upgegraded, das heißt, sie genießen auf dem langen Flug mehr Komfort und Beinfreiheit als erhofft (und bezahlt). Nach einem Zwischenstopp in Singapur, wo B-Hörnchen über die Geschwindigkeit der Gepäckbänder staunt, kommen die beiden schließlich morgens um 5 Uhr Ortszeit in Sydney an, wo sie sehen müssen, dass die Tickets für den Weiterflug, die in der Londoner Hektik nicht mehr bearbeitet werden konnten, nun ausgefüllt werden. Inzwischen von den Wechselfällen des Fluges abgehärtet beschließt B-Hörnchen, ab jetzt nur noch stoische Ruhe zu produzieren.
Das ist genau das richtige Rezept: Ohne weitere Überraschungen und mit ausreichend Platz landen sie nach weiteren drei Stunden Flugzeit in Auckland, wo sogar auch das Gepäck ankommt. Nach insgesamt 33 Stunden Flugreise endlich wieder frische Luft, gewürzt mit etwas Tabakduft!

Wer von der anderen Hälfte der Erdhalbkugel ein Wohnmobil bucht, darf natürlich nicht erwarten, dass alles drin und dran ist und man sofort starten kann. Zwar ist der Ford Trailblazer gut ausgestattet mit allem, was für das Leben an Bord unabdingbar ist, aber was zum Überleben gebraucht wird, muss erst noch beschafft werden: Klopapier, Müllbeutel, Lebensmittel etc. summieren sich sehr schnell auf ca. 200 $ auf, was in etwa 130 € entspricht.

Sehr vorausschauend war es auch, die erste Übernachtung schon aus der Heimat klar zu machen; denn nach ausgedehntem Flug mit minimalem Schlaf und in der komplett entgegengesetzten Zeitzone empfiehlt es sich wirklich nicht, in einem fremden Land, in dem auch noch auf der falschen Straßenseite gefahren wird, gleich längere Autofahrten in Angriff zu nehmen.

Als am 24. Dezember 2014 um 7 Uhr morgens für unsere beiden der Wecker klingelt, geht das neuseeländische Abenteuer richtig los. Die nächsten drei Wochen werden A-Hörnchen und B-Hörnchen Nord- und Südinsel erforschen, viel erleben und viele Fotos machen und schließlich am 14. Januar 2015 wieder die Rückreise antreten.

Wir wollen Ihnen auf eGoTrek über diese ungewöhnliche Hochzeitsreise berichten und Appetit auf Neuseeland machen. Umfangreiche Informationen finden sie unter Neuseeland im Wohnmobil.

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Michael
Ich bin Michael, Inhaber von eGoTrek und leidenschaftlicher Outdoor Fan. Ich berichte hier regelmäßig über Erfahrungen auf meinen Reisen und hoffe, ich kann Ihnen den ein oder anderen Geheimtipp geben.