Mit dem Motorroller durch Italien

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Bella Italia ist das Rollerland schlechthin – in keinem anderen Land sind die wendigen Scooter derart weit verbreitet wie in Italien, allen voran natürlich die typische Vespa.

Warum also nicht einmal mit dem Roller durch Italien? Anstelle des klassischen Pauschalurlaubs heißt es Helm aufziehen, ab auf den kleinen Flitzer und los geht die Tour, vielleicht durch die malerische Toskana, entlang der Adriaküste oder einmal komplett vom Gardasee bis nach Sizilien. Ein Trip mit dem Motorroller lässt sich individuell gestalten, hält aber garantiert auch einige Überraschungen bereit. Und keine Frage, schöner als auf einem Scooter lässt sich la Dolce Vita wohl nicht erleben.

Toskana, Gardasee oder Küstenromantik – wohin soll es mit dem Roller gehen?

Welche Gegend soll während der Rollertour in Italien auf dem Programm stehen, ein Städtetrip von Mailand über Genua bis nach Florenz oder doch lieber ein längerer Urlaub mit mehreren Wochen Fahrspaß pur? Ein bisschen mehr Zeit muss auf der Vespa natürlich eingeplant werden, dafür warten traumhafte Landschaften und typisch italienisches Lebensgefühl im Überfluss. Wer die ganze landschaftliche Schönheit Italiens entdecken möchte, unternimmt vielleicht eine Tour durch die Toskana, die mit ruhigen Landstraßen, charmanten mittelalterlichen Dörfern und an jeder Straßenecke mit einem atemberaubenden Blick auf die hügelige Landschaft belohnt. Weinproben des bekannten Chiantis und Zwischenstationen in Florenz und Pisa natürlich inbegriffen.

Reizvoll ist aber auch ein Kurztrip rund um den Gardasee, durch das herrliche Piemont oder entlang der Amalfiküste bis nach Positano und Sorrento. Von hier aus bietet sich bei klarem Wetter ein imposanter Blick bis nach Neapel, Pompei und zum Vesuv. Neben einer individuell geplanten Reise können übrigens auch geführte Rollertouren gebucht werden. Inzwischen bieten einige Reiseveranstalter attraktive Rundreisen mit dem Scooter an, einschließlich Übernachtungen und Vespa.

Praktische Tipps für die Rollertour durch Italien

Wer einen erlebnisreichen Urlaub ohne Unannehmlichkeiten verbringen möchte, sollte sich natürlich an ein paar Vorschriften halten.

  1. In Italien muss auch tagsüber mit Licht gefahren werden. Dies gilt außerhalb geschlossener Ortschaften und auf Autobahnen, die aber mit einem Scooter ohnehin tabu sind.
  2. Beifahrer dürfen mitfahren, wenn im Fahrzeugschein ein Beifahrersitz ausgewiesen und der Fahrer mindestens 18 Jahre alt ist.
  3. Und nicht zu vergessen ist natürlich der Helm. Wenn gegen die Helmpflicht verstoßen wird, ist es auch in Italien mit der Lässigkeit vorbei, denn dann warten Bußgelder von bis zu 311 Euro. Auch Beschlagnahmungen des Rollers sind durchaus möglich, denn Verkehrssünden werden inzwischen deutlich strikter geahndet als noch vor einigen Jahren.
  4. Nicht ganz so problematisch wird es beim Falschparken, dennoch kann es nicht schaden, sich die verschiedenen Parkflächen zu merken. Wenn der Bordstein mit blauen Streifen versehen ist, fallen beim Parken Gebühren an. Weiße Streifen bedeuten hingegen kostenloses Parken, während schwarz-gelbe Streifen auf ein Parkverbot hinweisen.

Wer also ohne Geldstrafen und mit Roller aus Italien zurückkommen möchte, sollte die Vorschriften lieber im Auge behalten. Das gilt natürlich auch für die Geschwindigkeitsbegrenzungen, die innerorts bei 50 km/h und außerhalb geschlossener Ortschaften bei 90 km/h liegen.