Die ältesten Nationalparke in Mitteleuropa

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In Europa gibt es mehr als 300 Nationalparks, die sicherlich die Visitenkarten der jeweiligen Länder sind. Die ältesten Nationalparks einiger ausgesuchter Länder stellen wir ihnen hier vor.

Der 1981 gegründet Nationalpark Hohe Tauern ist der älteste Nationalpark Österreichs und liegt im Bundesland Kärnten. Die gleichnamige Urlaubsregion umfasst auch das Salzburger Land. In dieser Region finden Sie berühmte Wanderregionen: Glocknergruppe, Schobergruppe, Ankogelgruppe, Reißeckgruppe, Goldberggruppe, Kreuzeckgruppe, Hohe Tauern, Kreuzeckgruppe, Nationalpark Hohe Tauern Kärnten, Hafnergruppe.

Der 2006 gegründete Nationalpark Hoge Kempen ist der einzige in Belgien. Der Nationalpark liegt zwischen dem Tal der Maas und der schönen Stadt Genk und umfasst 5750 Hektar. Er entstand in der Eiszeit, als im heutigen Bett der Maas (Meuse) große Steine aus den Ardennen in die Region verschoben wurden.
Prägend sind Kiefernwälder, Heide und ausgedehnte Wasserflächen.
Zu den besonderen Tierarten zählen der europäische Ziegenmelker, die Schlingnatter und der Geisklee-Bläuling.

Der 1963 in Frankreich gegründete Nationalpark Vanoise liegt in der Region Rhone- Alpes und dehnt sich über 143600 Hektar.
Dieser Nationalpark wurde vorrangig zum Schutz der von Aussterben bedrohten Steinböcke gegründet, von denen heute ca. 2500 Exemplare im Park leben.
Touristisch ist die Region vom Wintersport und vom Wandern geprägt: Immerhin gibt es 500 Kilometer markierte Wanderwege. Der bekannteste Rundweg durch den Nationalpark ist die Tour des Glaciers. Der Fernwanderweg Via Alpina führt ebenfalls durch den Park. Es existiert ein dichtes Netz von Schutzhütten.
Nationalpark Veluwezoom – De Hoge Veluwe in den Niederlanden
Der 1930 gegründete Nationalpark De Hoge Veluwe liegt in größten zusammenhängenden Waldgebiet der Niederlande, dem Veluwe in Gelderland, südöstlich des Veluwemeeres und verschiedener Seen.
Der Nationalpark ist gekennzeichnet durch Kiefernwälder auf sandigem Geestboden, Dünen, kleine Seen und Heideflächen.
Für Wanderer und Radfahrer  ist die Gemeinde Rheden mit dem Fahrradevent „Fietsvierdaagse“ hervorragender Ausgangspunkt für Touren. Und während der Wanderung über den Loenermarkt können Sie mit ein bisschen Glück sogar einer Schafherde begegnen.
In der Region finden Sie viele kulturhistorische Sehenswürdigkeiten und Plätze  (Schlacht von Arnheim).

Der 1932 in Polen und Weißrussland gegründete Nationalpark Bialowieza befindet sich in der Bialowiezer Heide. Der Nationalpark ist der letzte Tiefland-Urwald Europas. Er befindet sich 340 Kilometer südwestlich von Minsk und 250 Kilometer östlich von Warschau in einer Höhenlage von 145 bis 250 Metern.
An der Grenze zwischen Polen und Weißrussland verläuft die Wasserscheide zwischen Ostsee und Schwarzem Meer.
Das Biosphärenreservat der Region ist als Weltnaturerbe von der UNESCO anerkannt.
Die Wisente sind das Wahrzeichen der Region. 1921 waren die Tiere ausgerottet und nur 56 Exemplare lebten noch in zoologischen Gärten. Dank der erfolgreichen Nachzucht konnten ab 1956 wieder Tiere im Wald von Bia?owie?a ausgewildert werden. Heute leben ca. 450 Wisente im Nationalpark. Leider sind die Tiere im Weißrussischen Teil nicht geschützt.
Insgesamt leben 12000, teils von Aussterben bedrohte, Tiere im Nationalpark Bialowieza.
Erwähnenswert sind weiterhin die Naturdenkmäler des Nationalparks:
Dominator-Eiche, der Imperator des Nordens, Jagello-Eiche, der Imperator des Südens, die Kongress-Eiche, der König von Neiznanowo, Die Eiche Kreuz des Südens, die Tonneneiche, die Zar-Eiche und der Wächter von Zwierzyniec.
1 Weg im Park, vielleicht ein Jakobsweg oder ein Radweg am Fluss.

Der 1914 in der Schweiz gegründete Nationalpark liegt im Kanton Graubünden im Dreiländereck Schweiz-Österreich-Italien. Dieser Park ist der älteste der Alpen.
Das Land gehört den Gemeinden: Zermes,S-chauf, Scuol, Valchava und Lavin.
Seit 1979 ist der Park UNESCO-Biosphärenreservat. Der Nationalpark liegt auf einer Höhe zwischen 1400 und 3174 Meter.
Berg- und Latschenkiefer (Legföhre) dominieren den Park. Engadiner Dolomit ist der vorrangige Boden. Die Niederschlagsmenge ist gering.
Der einzige Nationalpark der Schweiz verfolgt drei Ziele: Naturschutz, Forschung und Information.
Wer sich ruhig verhält, kann Steinwild, Rotwild, Gämse Murmeltiere, Rehe, Schneehasen, Eidechsen, Schlangen, Insekten und viele Vögel beobachten, vielleicht sogar einen Bartgeier, die seit 1991 wieder im Park angesiedelt werden.
Das Ökosystem des Parks umfasst mehrere tausend Tier- und Pflanzenarten, von unscheinbaren Kleinstlebewesen bis zum Braunbär.
Das Nationalparkhaus Zernez in der Unterengadiner Gemeinde Zernez bildet das Herzstück des Nationalparkzentrums mit Besucherzentrum und Museum.

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Ich liebe die Natur und die Technik. Diese Kombination lebe ich, indem ich mit meiner Video-Kamera auf Tour bin und YouTube-Videos davon veröffentliche. Ich bin seit Beginn von eGoTrek an Board und habe neben technischer Entwicklung auch viele Inhalte verfasst.