Hochschwarzwald

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    Der Hotzenwald ist die südlichste der Schwarzwälder Ferienregionen.

    Sie liegt zwischen Wehra und Schlücht, zwischen Hochschwarzwald und Schweizer Grenze. Es sind sonnige Hochebenen und Hochtäler, die von Nord nach Süd von etwa 1100 Metern auf 300 Meter am Hochrhein hinunterführen.

    Der Hotzenwald ist geprägt von faszinierenden Gegensätzen. Die nach Süden geneigten Hochflächen gewähren vor allem bei Fönlagen im Frühjahr und im Herbst grandiose Fernsichten über den Hochrhein, und den Schweizer Jura bis zur majestätischen Kette der höchsten Alpengipfel.

    Die wildromantischen Schluchten der Wehra, Murg und Alb führen über 400 Meter hinab zum Hochrhein. Das Zentrum des Hotzenwaldes bilden die Gemeinden Dachsberg, Rickenbach, Ibach, Herrischried und Görwihl.

    Das wichtigste touristische Potenzial der Region ist die Ruhe und Abgeschiedenheit der Landschaft. Der Hotzenwald ist ideales Wandergebiet und auch im Winter finden Langläufer ideale Bedingungen vor.

    Die Bewohner des Hotzenwaldes sind stolz auf ihre Vergangenheit. Ihre Vorfahren hatten bereits vor über 700 Jahren eine demokratisch bäuerliche Selbstverwaltung eingeführt, die sie im 18. Jahrhundert auch vehement gegen die Obrigkeit in der Grafschaft Hauenstein verteidigten. Die „Freien Bauern“ direkt dem Hause Habsburg zugehörig, von dem sie die Freiheiten als Dank für die Rodung und Urbarmachung der Region im 12. und 13. Jahruhundert erhalten hatten.

    Andererseits hatten die Mönche von St. Blasien, ebenfalls zu Vorderösterreich gehörig, ihren „Zwing und Bann“ im Laufe der Jahrhunderte ausgedehnt und immer mehr Leibeigene im Land angesiedelt. Nicht zuletzt wegen des trutzigen Aufbegehrens der „Freien“ hatte der Bauernkrieg im 16. Jahrhundert hier seinen Anfang genommen.

    Auch 1727 weigerte man sich, dem neuen Abt der Grafschaft ein Treuegelöbnis abzulegen. Anführer des Widerstandes war der über 70jährige Salpeter-Sieder und Bauer Hans Albiez aus Buch. Er starb zwar im Arrest im Gasthaus Bären in Freiburg, dem damaligen vorderösterreichischen Regierungssitz, aber andere Bauern führten die jetzt „Salpetererkriege“ genannten Aufstände fort.

    über die Salpeterkriege des 18. und 19. Jahrhunderts kann man sich trefflich im Freilichtmuseum Klausenhof in Herrischried und im Hotzenwaldmuseum Görwihl informieren.

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